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Montag, 17.07.2017

Alles im Lot im Kanuverein

Von der Muldenwiese aus wird weitergepaddelt – trotz verschiedener Widrigkeiten.

Von Marcus Moeller

Thomas Katzschmann, Sandra Engelmann, Eric Engelmann, Thomas Stießel und Alwin Stießel nutzen das 12. Kanu-Event für eine Fahrt auf der Mulde.
Thomas Katzschmann, Sandra Engelmann, Eric Engelmann, Thomas Stießel und Alwin Stießel nutzen das 12. Kanu-Event für eine Fahrt auf der Mulde.

© Dietmar Thomas

Leisnig. Gegen Mittag ist noch nicht viel los beim mittlerweile zwölften Kanuevent in Leisnig. Ein paar Gäste seien schon dagewesen, sagt Thomas Katzschmann vom Kanuverein, die Mehrzahl der angekündigten Gäste seien allerdings zwischen Nachmittag und Abend zu erwarten. Im Moment jedoch lockt das etwas trübe Wetter nur wenige auf die Mulde.

Das mag zum Teil auch daran liegen, dass Katzschmann in diesem Jahr keine Reklame für das Kanuevent gemacht hat. Er kam einfach nicht dazu, hatte er doch reichlich Anderes zutun. Anfang des Monats entstand ein regelrechter Wirbel ums Kanuheim. Im Leisniger Amtsblatt war das der Stadt gehörende Vereinsgebäude samt Preis inseriert worden. Prompt titelte die eine Tageszeitung „Leisnig verkauft sich selbst“. Verantwortliche klärten das Ganze als Falschmeldung und Missverständnis auf. Nun steht offiziell zumindest die Aussage: Das Kanuheim wird nicht verkauft.

An diese Aussage hält sich auch Thomas Katzschmann. Der Chef des Kanuvereins will von dem Trubel und den Spekulationen nichts wissen. Das ist auch verständlich. Schließlich wollen die Kanufahrer entspannt ihr Hobby genießen. Und das tun sie auch in diesem Jahr wieder – und zwar in aller Ruhe: „Dem Ganzen trotzen wir und machen einfach unser Ding - nämlich Kanufahren.“

Insgesamt zehn Fahrten sind in diesem Jahr wieder geplant. Am kommenden Wochenende steht eine Gebäckfahrt im Oberspreewald über die Märkische Seenplatte an. Während der Pfingstfeiertage ging die Reise an den Stausee Hohenwarte, inklusive Zelten auf dem Campingplatz Hopfenmühle. An diesen Touren nehmen von den 30 Mitgliedern des Kanuvereins meist um die zehn Leute teil. Hin und wieder treffen sich kleine Grüppchen auch am Wochenende zu spontanen Fahrten. Mitglieder seien in diesem Jahr keine hinzugekommen, sagt Thomas Katzschmann. „Es ist natürlich auch klar, dass die Vereinsmitglieder hin und wieder mit anpacken müssen.“ Fast das ganze Jahr über gebe es viel zu tun, beispielsweise bei der Betreuung des regelmäßig angebotenen Rentnertischtennis.

Ohnehin aber versteht es der Verein als eine seiner Aufgaben, auch Nichtmitgliedern Kanufahrten zu ermöglichen. Mitte Juni war das Gymnasium Hartha im Rahmen eines Sportprojekttages zweimal an der Muldenwiese, vor zwei Wochen wurde der Leisniger Schulhort zu Bootsfahrt und Spielen eingeladen. „Jeder, der Kanufahren mal ausprobieren möchte, kann einfach bei uns anrufen.“, sagt Thomas Katzschmann. Informieren könne man sich auf der Internetseite www.einleisniger.de , um deren stetige Aktualisierung Katzschmann derzeit bemüht ist.

Zum Abschluss des Kanuevents stehen wie jedes Jahr Feuerwerk und Lagerfeuer an, auch Modellbauer Dr. Schuster ist wie immer vor Ort. Als gute Investition entpuppt sich beim unsteten Wetter womöglich das im letzten Jahr angeschaffte Partyzelt. „Da wird es gemütlich drin sein, egal wie das Wetter wird.“, sagt Thomas Katzschmann.