erweiterte Suche
Mittwoch, 13.09.2017

Alles für die Kinder

Leutersdorf errichtet für zwölf Kinder einen Anbau an der Krippe und einen öffentlichen Spielplatz. Mindestens eines davon wird planmäßig fertig.

Von Holger Gutte

Bild 1 von 2

Erzieherin Sabine Kießling kann mit den Kindern Leopold, Luise und Arthur die Arbeiten am Krippen-Anbau in Leutersdorf gut verfolgen. Auch Bürgermeister Bruno Scholze schaut oft an der Baustelle vorbei.
Erzieherin Sabine Kießling kann mit den Kindern Leopold, Luise und Arthur die Arbeiten am Krippen-Anbau in Leutersdorf gut verfolgen. Auch Bürgermeister Bruno Scholze schaut oft an der Baustelle vorbei.

© matthias weber

  • Erzieherin Sabine Kießling kann mit den Kindern Leopold, Luise und Arthur die Arbeiten am Krippen-Anbau in Leutersdorf gut verfolgen. Auch Bürgermeister Bruno Scholze schaut oft an der Baustelle vorbei.
    Erzieherin Sabine Kießling kann mit den Kindern Leopold, Luise und Arthur die Arbeiten am Krippen-Anbau in Leutersdorf gut verfolgen. Auch Bürgermeister Bruno Scholze schaut oft an der Baustelle vorbei.
  • Für die Kinder wird im Ort aber noch mehr gebaut. Der Spielplatz an der Hauptstraße ist fast fertig.
    Für die Kinder wird im Ort aber noch mehr gebaut. Der Spielplatz an der Hauptstraße ist fast fertig.

Neugierig schauen die Zweijährigen Leopold, Luise und Arthur mit ihrer Erzieherin Sabine Kießling durch den Bauzaun an der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Leutersdorf. Die Gemeinde lässt hier an das Krippengebäude einen Anbau ansetzen, der sich nahtlos an das 2003 errichtete Haus anschließt. Vom Krippenspielplatz können sie zusehen, wie ihr neues Gebäude wächst. Wenn es fertig ist, kann Sabine Kießling dort mit ihrer „Bienchengruppe“ einziehen.

Für zwölf Kinder wird der Anbau eingerichtet. Er bietet reichlich Platz für einen zusätzlichen Speiseraum, eine Garderobe sowie je einen Sanitär-, Gruppen- und Spielraum. Die Gemeinde will attraktiv bleiben. Nicht nur für ihre älteren Einwohner, für die gerade vor wenigen Tagen eine Seniorenwohnanlage eingeweiht wurde, sondern auch für junge Familien. 302 000 Euro werden in den Krippenanbau investiert. Reichlich 34 000 Euro steuert die Gemeinde davon als Eigenmittel bei. Der andere, weitaus größere Teil der Summe kommt aus Bundes- und Landesmitteln über das Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“. „Etwas Besseres als eine Kinderkrippe kann man mit diesem Programm gar nicht machen“, sagte Bürgermeister Bruno Scholze (CDU) schon beim Beantragen der Fördermittel. Jetzt hofft er, dass die Jüngsten in der Gemeinde vielleicht schon in diesem Jahr in den Neubau einziehen.

Gerade wurden die Fenster eingebaut. Und die drei großen Türen sollen noch in dieser Woche reinkommen. Dann muss der Anbau innen und außen verputzt werden, der Estrich rein, damit die Handwerker mit dem Trockenbau beginnen und Heizung, Elektrik und die Sanitärbereiche eingebaut werden können. Abzusehen ist dagegen schon jetzt, dass die Gestaltung der Außenanlagen erst im Frühjahr erfolgen kann. Bis dahin müssen die Krippenkinder mit einem kleineren Spielgarten auskommen. „Aber gleich im Frühjahr fangen wir mit dem Garten an“, sagt der Bürgermeister.

Kita-Leiterin Silke Geißler freut sich indes schon auf die Einweihung des Krippenanbaus. „Dann müssen wir keine Eltern mehr auf später vertrösten, wenn sie ihre Kinder bei uns anmelden wollen“, sagt sie. Bisher musste sie das manchmal, weil einfach kein Platz mehr für Krippenkinder da war. Sogar Geschwisterkinder mussten deshalb schon in eine andere Kita. „Die können wir nun wieder aufnehmen“, sagt sie. Denn aus den 28 Krippenplätzen werden jetzt mit dem Anbau 40.

Vor allem die Kinder in der ältesten Krippengruppe haben es dann leichter. Bisher musste die nämlich mit in das Kitagebäude der „Villa Kunterbunt“. „Das ist schon schwer für die Dreijährigen, wenn sie Treppen steigen müssen“, schildert Silke Geißler. Im Krippengebäude übern Hof und dessen neuen Anbau ist dagegen alles ebenerdig. Die Krippe und deren Anbau sind mit einem Durchgang verbunden. Jedes Haus hat aber einen separaten Zugang. „Sollte die Nachfrage nach Krippenplätzen mal zurückgehen, kann es so jederzeit mit für den Kindergarten genutzt werden“, sagt der Bürgermeister. Doch danach sieht es nicht aus. Seit der Einweihung der Krippe sind die Kinderzahlen stetig gestiegen. Im Moment werden neben der Krippe in der „Villa Kunterbunt“ noch 55 Kindergartenkinder betreut.

Nicht mehr so lange warten müssen die Leutersdorfer Kinder dagegen auf ihren neuen öffentlichen Spielplatz an der Hauptstraße. Am 23. September soll er eingeweiht werden. Die Arbeiten hierfür sind fast fertig. Von den Spielgeräten fehlt nur noch eine Schaukel. Auch das Grundgerüst für die Sitzbänke und den Tisch steht. Ein Mitarbeiter des Bauhofes ist für die nächsten Tage extra für den Spielplatz abgestellt. Er füllt jetzt um die Spielgeräte den Fallschutzsand auf und bringt die Grünanlagen in Ordnung. Die Gemeinde sät dafür aber nicht nur Wiese ein. Für die Bepflanzung sind 3 000 Euro eingeplant. „Wir pflanzen auch ein paar Sträucher, damit es schöner aussieht“, sagt Bruno Scholze.

Insgesamt kostet der Spielplatz knapp 40 000 Euro. „Um Kosten zu sparen, machen wir bis auf den Aufbau der Spielgeräte fast alles mit unseren Bauhofmitarbeitern selber“, sagt er. Die neuen Spielgeräte sind alle aus Metall. Deshalb halten sie hoffentlich ein paar Jahre länger, hofft Bruno Scholze. Die alten Spielgeräte sind aus Holz und nach 20 Jahren verschlissen gewesen. Sie mussten ausgetauscht werden, wenn man den Spielplatz nicht schließen wollte.

Doch das will die Gemeinde natürlich nicht. Neben den Spielplätzen in den Kindereinrichtungen gibt es in beiden Ortsteilen einen öffentlichen Spielplatz. „Und das soll auch so bleiben. In Spitzkunnersdorf ist der öffentliche Spielplatz nur etwas kleiner“, sagt der Bürgermeister.

Am Leutersdorfer Spielplatz soll in der nächsten Woche der Bauzaun verschwinden. Das alte Metall-Eingangstor wird an den Zaun übrigens wieder angebaut. Die Gemeinde hat es lediglich sandstrahlen lassen. „Ich freue mich schon darauf, wenn die Kinder den Platz wieder in Beschlag nehmen“, sagt Bruno Scholze. Damit die Eltern ihren Kindern bequem beim Spielen zusehen können, ist für sie eine Sitzecke eingerichtet worden. Und er gibt die Hoffnung nicht auf, dass neben dem Spielplatz auch die Krippe in diesem Jahr fertig wird.