Samstag, 22.12.2012

Alle Jahre wieder: Staus zum Start in die Weihnachtspause

Im Süden Deutschlands wird es fast heiße statt weiße Weihnachten geben. Doch zuvor quälen sich viele Menschen durch Staus auf den Straßen - bei sehr unterschiedlichen Wetterlagen zwischen mild und eisglatt.

Berlin. Mit kilometerlangen Staus und vielen Glätteunfällen sind viele Deutsche in die Weihnachtspause gestartet. Im Süden herrschten am Samstag fast frühlingshafte Temperaturen, im Norden und Osten behinderten gefrierender Regen und Schnee den Weg zur Familie oder in den Kurzurlaub. Auf glatten Straßen krachte es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sowie in Mecklenburg-Vorpommern und im südlichen Schleswig-Holstein. Verletzt wurden jedoch nur wenige.

In Bayern stiegen die Temperaturen dagegen auf frühlingshafte Werte. In München und im Voralpenland könnte der 24. Dezember laut Vorhersage mit bis zu 20 Grad der wärmste Heiligabend der Geschichte werden. Die Schneefallgrenze in den Bergen lag am Wochenende bei sehr hohen 1500 bis 1800 Metern. Fast überall in Deutschland wird es während der Feiertage zweistellige Temperaturen geben - so grün war Weihnachten schon lange nicht mehr.

Das vorherrschende Tauwetter lässt in den kommenden Tagen auch an vielen Flüssen die Pegelstände steigen. Kurz vor Weihnachten richtete sich Köln zum Beispiel auf steigende Wasserstände am Rhein ein. Die ersten Schutzwände sind aufgebaut.

Die Autofahrer in Bayern profitierten vom warmen Wetter. Reisende, die in Richtung der Skigebiete in Österreich unterwegs waren, mussten am Samstag zwar zähfließenden Verkehr und immer wieder Staus in Kauf nehmen, blieben jedoch von Schnee und Glatteis verschont, wie ein Sprecher des ADAC in München sagte.

Im Gegensatz dazu herrschte in Norddeutschland Winterwetter. Gerade auf Autobahnen in Sachsen-Anhalt, zwischen Berlin und Magdeburg sowie auf der Autobahn 24 von Berlin nach Hamburg konnte es glatt werden.

In Baden-Württemberg war viel Verkehr aus Stuttgart in Richtung Skigebiete unterwegs, wie der ADAC-Sprecher erläuterte. Traditionell wenig Verkehr werde es an Heiligabend auf den Autobahnen geben.

Auch in Hamburg gab es nach Angaben der Verkehrsleitstelle eine Reihe von Blechschäden, aber keine schweren Unfälle. Die Gehwege waren zum Teil sehr glatt. (dpa)

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