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Montag, 12.06.2006

Alarm bei Zwickauer Tierfreunden

Von Norbert Fleischer

ZWICKAU - Bei den Katzenbesitzern in der Zwickauer Vogelsiedlung geht die Angst um: Seit Monaten treibt sich offenbar ein Sadist in der Gartenanlage herum, der ihre samtpfötigen Lieblinge auf entsetzliche Weise tötet. Die Polizei ermittelt.

Der Katzen-Killer hat bisher mindestens drei Mal zugeschlagen. Zuletzt musste im Drosselweg Wolfgang Schneiders (54) Katze Lilly (4) sterben.Morgens hatte sein Nachbar Klaus Kraege (63) in seinem Garten einen entsetzlichen Fund gemacht und Schneider alarmiert: „Hinter meinem Campingwagen liegt deine Lilly. Es ist schrecklich - jemand hat ihr den linken Vorderlauf herausgerissen.“ Dem entsetzten Klempner wurde übel, als er seinen Liebling tot sah: „Sie ist an der Verletzung verblutet. Ich rief die Polizei.“Polizeisprecherin Anett Münster (28): „Wer zu einer derartigen Schandtat bereit war, konnte bisher nicht ermittelt werden.“

Doch Lillys Tod ist kein Einzelfall. Seit einem Jahr verschwinden in der Nachbarschaft immer wieder Katzen spurlos - und werden später verstümmelt aufgefunden. Ein Nachbar berichtet von einem besonders grausigen Fund: Seiner Katze hatte der Tierquäler sogar den Kopf abgeschnitten, dann den Kadaver einfach weggeworfen.

Auch Kater Berry (2), Eigentum von Schneiders Nachbarn Brigitte (56) und Reinhold Dietz (61), ist verschwunden. Er sollte offenbar schon einmal getötet werden: „Wir fanden ihn klagend im Gebüsch liegen - sein Fell war vollständig mit altem Motorenöl getränkt.“ Offenbar hatte der Tierquäler versucht, die Katze darin zu ertränken. Nur unter Vollnarkose konnte ein Tierarzt Berrys Fell reinigen. Das Ehepaar traurig: „Nur vierzehn Tage darauf ist er spurlos verschwunden.“

Jetzt bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Telefon: 0375/4 45 80.