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Freitag, 15.09.2017

Akzeptanz für Schnitzel aus der Petrischale?

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An der niederländischen Universität Maastricht University ist Bürgerfleisch in Petrischalen gezüchtet worden.
An der niederländischen Universität Maastricht University ist Bürgerfleisch in Petrischalen gezüchtet worden.

© EPA/DAVID PARRY / PA WIRE HANDOUT/dpa

Karlsruhe. Verbraucher sehen künstliches Fleisch aus dem Labor als eine von vielen möglichen Alternativen zu normalem Fleisch. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nach Befragungen und Diskussionsrunden. „Es ist aber auch eine Innovation, die spaltet“, sagte Arianna Ferrari vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), die die Untersuchung leitete. Die ausführlichen Ergebnisse sollen Anfang Oktober in Berlin vorgestellt werden.

Das künstliche Fleisch - auch In-Vitro-Fleisch genannt - entsteht, indem tierische Muskelzellen im Labor wachsen. Daran wird vor allem in den USA und in den Niederlanden geforscht. 2013 gab es in London eine Art Testessen mit einer aus Stammzellen erzeugten Frikadelle. Zu kaufen gibt es Laborfleisch noch nicht.

Die Karlsruher Forscher befragten neben Bürgern Experten aus Wissenschaft, Gastronomie, Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz. Das In-Vitro-Fleisch stößt demnach bei Menschen auf Widerstand, die die Zukunft der Ernährung in einer Reduktion des Fleischkonsums und dem ökologischen Umbau der Landwirtschaft sehen. Allerdings lehnt nicht jeder Vegetarier Laborfleisch grundsätzlich ab. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. Thomas Rosenberg

    Eine Meinung kann man sich dazu nur mit Informationen bilden. So ist nur klar, dass kein Tier für dieses "Fleisch" getötet wird. Über die Öko-Bilanz wird nichts ausgesagt. Schade. Aber nun gut: "Computer! Mein Lieblingssteak bitte."

  2. Bürger

    Könnte sogar gesünder sein als herkömmliches Fleisch aus Massenproduktion. Vermutlich wären Medikamente nicht mehr notwendig und eine Überdüngung der Felder wäre auch ausgeschlossen. Zudem würde der enorme CO2-Austoß von Masttieren reduziert. Probieren würde ich es auf jeden Fall. Aber die Bildunterschrift ist schon geil. BÜrgerfleisch... :-)

  3. auch ein Bürger

    Lieber künstlich, als aus Bürgern. ;-)

  4. Dresdner Gewissen

    Wie nennt man die Ernährungsrichtung bei der keinerlei aus exzessivem Landbau, Überdüngung, Regenwaldrodung, künstlichen und daher extrem gefährlichen Genpflanzen bestehenden Grundstoffe verwendet werden? Also nur gesundes Fleisch! Dann würde ich sehr gern einen 100% fleischhaltigen Blumenkohl essen.

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