Samstag, 23.02.2013

Air Berlin macht wieder Gewinn

Der Sparkurs bei Deutschlands zweitgrößter Airline hat gewirkt. Der Vorstand will trotzdem weiter jeden Zweiten entlassen.

Airberlin ist im Steigflug. Doch der Sparkurs soll weiter befolgt und Mitarbeiter entlassen werden.
Airberlin ist im Steigflug. Doch der Sparkurs soll weiter befolgt und Mitarbeiter entlassen werden.

©dpa

Berlin. Air Berlin hat 2012 erstmals nach vier Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft mitteilte, trugen dazu der Sparkurs und der Verkauf des Vielfliegerprogramms bei. „Wir sind noch nicht am Ziel“, hob Wolfgang Prock-Schauer hervor, der im Januar Hartmut Mehdorn an der Spitze der Air Berlin abgelöst hatte.

Der Großaktionär Etihad reagierte am Freitag erfreut auf das überraschende Plus der Berliner. Die Allianz mit Air Berlin sei dauerhaft, betonte die Fluggesellschaft des Emirats Abu Dhabi. Die Araber haben Air Berlin 219000 Passagiere und einen zusätzlichen Umsatz von 50 Millionen Euro zugeführt, wie es hieß. Vor allem aber besserte Etihad die Bilanz des Partners auf, indem es für 184 Millionen Euro die Mehrheit am Vielfliegerprogramm Topbonus kaufte.

Im Zuge des 2011 angelaufenen Sparprogramms besserte sich das Ergebnis um 250 Millionen Euro auf. Die Gesellschaft hatte unrentable Routen gestrichen und die Flotte von 170 auf 155 Maschinen verkleinert. Die Passagierzahl ging dadurch 2012 um 5,5 Prozent auf 33,3 Millionen zurück. Der Umsatz stieg leicht von 4,2 auf 4,3 Milliarden Euro. Das neue Sanierungsprogramm „Turbine“ soll 2013 und 2014 insgesamt rund 450 Millionen Euro einsparen helfen. 900 Arbeitsplätze stehen auf der Streichliste – rund jeder zehnte. (dpa)

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