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Dienstag, 13.02.2018

AfD-Treffen in Nentmannsdorf

Zum politischen Aschermittwoch trifft sich die mitteldeutsche AfD-Prominenz in einer Solarpark-Halle an der A 17.

Von Franz Werfel

Auf der Hohen Straße 78 in Nentmannsdorf, auf dem Gelände des Solarparks, trifft sich mitteldeutsche AfD-Prominenz zum politischen Aschermittwoch.
Auf der Hohen Straße 78 in Nentmannsdorf, auf dem Gelände des Solarparks, trifft sich mitteldeutsche AfD-Prominenz zum politischen Aschermittwoch.

© Quelle: Google Maps

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. 1 000 Eintrittskarten à 15 Euro für den politischen Aschermittwoch der AfD in Mitteldeutschland hat der Kreisverband verkauft. Bis zuletzt war der Ort geheim, um Störungen im Betriebsablauf zu vermeiden, hieß es. Denn mit vier AfD-Landeschefs – Jörg Urban aus Sachsen, Björn Höcke aus Thüringen, André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt und Andreas Kalbitz aus Brandenburg – sowie Jürgen Elsässer, dem Chefredakteur des rechtsnationalen Compact-Magazins, holt der Kreisverband am Mittwoch von 17 bis 21 Uhr AfD-Prominenz in die Region. Die Rednerliste, so die Überlegung des Kreisverbandes, könnte politische Gegner auf den Plan rufen.

Wer am Dienstag eine bestimmte Telefonnummer wählte, bekam den Landtagsabgeordneten André Barth aus Dippoldiswalde zu hören. „Von der A 17 aus Dresden kommend Abfahrt Bahretal benutzen, links abbiegen, circa einen Kilometer in Richtung Nentmannsdorf an die erste Kreuzung fahren, dort werden Sie eingewiesen.“ Solch konspirative Manier kannte man bis dato nur von geheimen Treffen aus der Neonazi-Szene. Am Dienstagnachmittag veröffentlichte Rolf Süßmann, Sprecher der Kreis-AfD, eine navifähige Adresse: Hohe Straße 78 in Nentmannsdorf, auf dem Gelände des Solarparks wolle man sich treffen. Gäste könnten ihre Autos direkt an der Hohen Straße parken. Die Straße sei auf diesem Abschnitt voll gesperrt, die Polizei helfe mit, den Bereich zu sichern. Auf SZ-Nachfrage sagte Süßmann, dass er aktuell nicht mit Störern rechne.