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Samstag, 13.01.2018 Kommentar

Ältere Mieter als Chance begreifen

Udo Lemke über ein neues Projekt der Seeg

Udo Lemke
Udo Lemke

© Claudia Hübschmann

Es liegt auf der Hand, dass die Gesellschaft altert – wenn man darunter die Tatsache versteht, dass es immer mehr ältere Menschen gibt, weil die Lebenserwartung steigt.

Man kann darin alle möglichen Probleme sehen. Man kann das aber auch als Chance begreifen. Die Stadtentwicklungsgesellschaft, die mehr als 2 000 der etwa 17 000 Wohnungen in Meißen bewirtschaftet, hat sich offenkundig für Letzteres entschieden.

Nach Angaben der Gesellschaft gab es noch vor zehn Jahren gerade einmal zehn barrierearme Wohnungen im Bestand der Seeg. Das entsprach einem Anteil von ca. 0,5 Prozent. Ältere Menschen mussten oft auf eine Wohnung im Erdgeschoss ausweichen.

Gegenwärtig gibt es 284 Wohnungen, die über einen Aufzug erreicht werden können, darunter auch über einen Aufzug auf halber Treppe. Damit hat sich der Anteil der barrierearmen Wohnungen im Bestand der Seeg auf gut 11 Prozent erhöht. Das ist eine Steigerung auf das Zwanzigfache. Allerdings dürfte der reale Bedarf damit längst nicht abgedeckt sein.

Wünschenswert wären weitere Wohnungsangebote für ältere Mieter. Und wünschenswert wären geringere Mietpreise, denn mit durchschnittlich 6,70 Euro pro Quadratmeter sind die barreierearmen Wohnungen nicht billig.

Email an Udo Lemke.