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Freitag, 07.07.2017

Adler und Uhu ganz nah

Der Falke ist im Flug unheimlich schnell und strahlt im Sitzen eine natürliche, gefährliche Erhabenheit aus.

Falkner Hans-Peter Schaaf bringt die Zuschauer auf Tuchfühlung mit den erhabenen Tieren. | Foto: PR
Falkner Hans-Peter Schaaf bringt die Zuschauer auf Tuchfühlung mit den erhabenen Tieren. | Foto: PR

Er ist ein Räuber, aber einer, der die Menschheit seit Tausenden von Jahren in den Bann zieht. In Europa galt die Falknerei als Sport der Könige und ein Vergnügen der Aristokratie. Dieses Bild hat sich gehalten, seit Friedrich II. von Hohenstaufen von 1241 bis 1248 das frühe Standardwerk über die Ornithologie und Falknerei, „De arte venandi cum avibus“, geschrieben hat.

Das Gefieder einer Eule ist sehr weich

In Arabien war das lange anders, dort war die Falknerei nicht Luxus, sondern Notwendigkeit, um in der Wüste zu überleben, sorgten Falken doch für etwas Abwechslung auf dem Speisezettel der Beduinen, wenn sie einen Hasen oder eine Trappe rissen. Wer Falken mal ganz aus der Nähe betrachten will, der könnte jetzt in den Ferien an einer Greifvogelvorführung auf dem Jagdfalkenhof von Hans-Peter Schaaf im Hochseilgarten Moritzburg am Mittelteichbad teilnehmen. Schaaf vermittelt viel Wissenswertes über seine Vögel. Falken trinken wenig, sie nehmen Feuchtigkeit vor allem über die Haut und Füße auf. Wenn sie nervös werden, können die Tiere schnell dehydrieren. Ein besonderes Highlight für alle ist die Möglichkeit, einem echten Steinadler mal ganz nah zu sein und diesem sogar über das Federkleid zu streicheln. Oder über das einer Eule. Deren Gefieder ist weich und zart. Dank dieser Eigenschaften ist es den Eulenvögeln möglich, nahezu lautlos die Beute anzufliegen.

bis 23. Juli, täglich 11 & 14 Uhr, Hochseilgarten Mittelteichbad in Moritzburg