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Mittwoch, 15.10.2008

Absturz einer Fluschülerin

Hameln - Geschockt, doch unverletzt: Drei Stunden lang hat eine 16-Jährige nach dem Absturz ihres Segelflugzeuges nahe dem niedersächsischen Coppenbrügge 15 Meter hoch kopfüber in den Bäumen gehangen. Ein dicker Ast hatte sich durch eine Tragfläche gebohrt und so verhindert, dass das Segelflugzeug auf den Boden stürzte, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Feuerwehr befreite die Flugschülerin aus ihrer misslichen Lage.

Die 16-Jährige gelte als „gute Schülerin“, sagte der Flugleiter des Flugplatzes im niedersächsischen Bisperode, von wo aus sie gestartet war. Experten des Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig wurden in die Ermittlungen der Unfallursache eingeschaltet. Flugschüler dürfen nach Angaben des Amtes mit 16 Jahren und entsprechendem Schein allein fliegen.

Die Rettungsaktion gestaltete sich schwierig, weil die Feuerwehr auf dem weichen Waldboden im Weserbergland keine Drehleiter einsetzen konnte. Spezialisten eines Höhenrettungszuges kletterten schließlich die Bäume hinauf und befestigten Seile direkt unterhalb des Flugzeuges. Die 16-Jährige musste sich aus dem Cockpit kopfüber zweieinhalb Meter in die Seile fallen lassen, ehe sie zu Boden gelassen werden konnte. Sie kam zur Beobachtung ins Krankenhaus. (dpa)