erweiterte Suche
Dienstag, 06.02.2018

Abschiedsreigen

40 Künstler verabschieden sich mit „WIEDER I SEHEN“ von Kurator Dieter Hoefer

Klaus Drechsler: „Pferde nach dem Schneeschauer“. Foto: PR
Klaus Drechsler: „Pferde nach dem Schneeschauer“. Foto: PR

Nach über 20 Jahren geht in der Villa Eschebach eine Ära zu Ende. Der langjährige Kurator Dieter Hoefer geht in den Ruhestand; zum Abschied gibt’s ein „WIEDER I SEHEN“. Vierzig Künstler sind der Einladung gefolgt und zeigen rund 90 Arbeiten anlässlich der 90. Ausstellung in der Reihe „Kunst in der Villa Eschebach“.

Das Profil der Ausstellungen kristallisierte sich nach kurzer Zeit heraus. Da ist zum einen die Generation der um 1900 geborenen Künstler. Ihre Biografien zeigen viele Brüche, nicht zuletzt durch einschneidende Situationen wie zwei Weltkriege und unterschiedliche politische Systeme, in denen sie lebten und arbeiteten. Nicht umsonst wird diese Generation auch als die „Vergessene“ bezeichnet.

Aloah und Tauwetter Richtung Stolpen

Die mittlere Generation der heute 50- bis 70-Jährigen hatte vielfach mit Restriktionen in der DDR-Zeit zu kämpfen. Viele dieser Künstler können nun frei arbeiten und Ausstellungsmöglichkeiten in ganz Deutschland und darüber hinaus wahrnehmen. Wichtig war und ist aber auch die Förderung junger Künstler, die hier in Dresden aufgewachsen sind und ihre Ausbildung absolvierten. Ihnen stehen alle Türen offen, sie müssen sich in einer gesamtdeutschen Kunstwelt behaupten.

Nun hat Hoefer viele bekannte Künstler versammeln können, es ist ein Querschnitt über die Dresdner Gegenwartskunst. Max Uhlig (1937) steuerte zwei zarte Aquarelle aus den 1990er-Jahren bei, Klaus Drechsler (1940) zeigt sich von einer ganz neuen Seite, „Pferde nach dem Schneeschauer“, von 2017 und Frank Maasdorf (1950) mit einem Paar aus Bronze (1979). Auch die mittlere Generation ist u.a. vertreten durch Jochen Fiedler (1962), mit seiner Pastellarbeit „Tauwetter Richtung Stolpen“, und Gerd Küchler (1965) mit „Aloah“, einer farbenfroh-abstrakten Ölarbeit. Stark auch die junge Generation, Maria Mednikova (1977), Tina Wohlfarth (1978), Viktoria Graf und Tanja Pohl (beide 1985) komplettieren die Ausstellung.

Ein Flyer mit 40 Abbildungen liegt in der Ausstellung zum Mitnehmen aus, für jeden Besucher ein besonderes „WIEDER I SEHEN“. (JBD)

Service

Was: WIEDER I SEHEN

Wann: bis 16. März, Montag/Mittwoch 8.30-16 Uhr, Dienstag/Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-13 Uhr

Wo: Villa Eschebach, Georgenstraße 6, Dresden

Tickets: Eintritt frei