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Montag, 18.01.2016

Abriss des Fußgängertunnels soll gestoppt werden

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Seit dem Hochwasser 2013 ist die Unterführung der Großen Meißner Straße am Golden Reiter geschlossen.
Seit dem Hochwasser 2013 ist die Unterführung der Großen Meißner Straße am Golden Reiter geschlossen.

© Archivbild: André Wirsig

Es sei eine Vernichtung von Volksvermögen mithilfe von Steuergeld, wenn der Neustädter Fußgängertunnel abgerissen wird, kritisiert der Verein Haus & Grund Dresden. Die Stadt plant, den Tunnel für über 650 000 Euro ab Juni zu verfüllen und durch eine oberirdische Querung der Großen Meißner Straße zu ersetzen.

Dabei sei nicht einmal überprüft worden, wie der Tunnel eigentlich beim letzten Hochwasser vollgelaufen ist, so der Vereinschef Christian Rietschel. Sowohl 2002 als auch 2013 sei der Tunnel wegen eines Rückstaus in der Kanalisation überflutet worden und nicht von oben. Dies gehe aus Informationen hervor, die dem Verein vorliegen. Wäre der Abfluss der Abwasserleitungen abgeriegelt gewesen, hätte es keine Überschwemmung des Tunnels gegeben, behauptet Rietschel. Die Stadt wolle mit dem Abriss ein ungeliebtes Kind loswerden. „Kommt hier der Stadtrat seiner Verantwortung nach, das kritisch zu hinterfragen?“, so Rietschel. Über den Abriss sollten die Dresdner entscheiden. Der Grundbesitzerverein unterstütze deshalb eine Petition der Dresdner Linken, die den Abriss verhindern soll. Darüber will der Stadtrat am Donnerstag entscheiden. (SZ/two)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 30 Kommentare

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  1. Leser

    Man muss sich doch echt fragen, ob der Herr Christian Rietschel zum Hochwasser in Dresden war oder nicht und wo er so seine Informationen her hat. Andere Informationen besagen, dass das Elbwasser über die Fläche vom Narrenhäusel in den Tunnel geflossen ist und das so bei 7.40m. Ich denke die Redaktion hat Bilder vom Hochwasser. Die Aussagen vom Herrn so ungeprüft stehen zu lassen ist sicher auch nicht der richtige Weg zur unbefangenen Berichterstattung einer unabhängigen Presse.

  2. nettosteueropfer

    Flutgefahr hin oder her das ist nur ein nebensächliches Argument. Problematische ist das derartige Bauwerke einen starke Verwahrlosungsdruck ausgesetzt sind da die organisierte Straßenkriminalität diese als Flucht und Deckungsorte nutzt. Somit hat das Bauwerk keinen Verkehrstechnischen Wert mehr sondern ist nur noch eine Gefahrenquelle. Im Rahme der sich abzeichnenden Bürgerunruhen ist zu erwarten dass sich in derartigem Bauwerken schnell, stark befestigte Widerstandspunkte bilden die nur mit mittleren bis schweren Wirkmitteleinsatz zu beräumen sind.

  3. Thomas

    Warum gibt es eigentlich ein Dresden keine Fußgängerüberwege? Warum wird in Dresden so sehr auf Fußgängerampeln gesetzt? Sie sind teuer, nerven Fußgänger sowie Autofahrer und lassen die Autofahrer bei Gelb gerne mal aufs Gas drücken.

  4. Ali B.

    Der Rückbau Dresdens in die Steinzeit geht mit dem Abriss weiter. Spätestens dann wenn die Georgij-Dimitroff-Brücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird, wird man sich daran erinnern wie positiv sich ein solcher Tunnel auf den Verkehrsfluss ausgewirkt hat. Das Gegenargument Kriminalität ist wirklich grausam. Die Kriminalität wird so nur verlagert und nicht beseitigt.

  5. @Thomas (3)

    Weil ein gewisser Prozentsatz an Verkehrsteilnehmern diese einfach ignoriert. Deshalb wird ja mittlerweile sogar an jede Haltestelle eine Ampel gebaut... Im Übrigen darf ein Fußgängerüberweg keine Gleisquerung beinhalten.

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