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Mittwoch, 06.12.2017

Abgas-Vorwürfe gegen BMW

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Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch stellte Ergebnisse von Abgas-Messungen bei einem BMW vor.
Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch stellte Ergebnisse von Abgas-Messungen bei einem BMW vor.

© dpa

München. Das Bundesverkehrsministerium hat sich im Streit um die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen BMW eingeschaltet. Die DUH hält dem Autobauer vor, Diesel-Abgase nicht ausreichend zu reinigen. Das Kraftfahrt-Bundesamt sei „unmittelbar nach Bekanntgabe der Vorwürfe“ beauftragt worden, diesen nachzugehen, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag mit. Zuvor hatte die Umwelthilfe eigene Abgas-Messungen veröffentlicht und BMW vorgeworfen, die Abgasreinigung über eine unzulässige Abschalteinrichtung herunter zu regeln. BMW weist das zurück und beruft sich auf Tests des TÜV Süd und des Kraftfahrt-Bundesamts. Der TÜV Süd warf seinerseits der Umwelthilfe Schlamperei beim Test vor.

Konkret geht es um einen BMW 320d aus dem Jahr 2016, der nach Darstellung von Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch auf der Straße auch bei alltäglichem Fahrverhalten deutlich mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen soll als erlaubt. Die DUH veröffentlichte eigene Messergebnisse. Resch sagte, es bestünden „sehr starke Indizien für das Vorhandensein einer Abschalteinrichtung“, die schon im „mittleren Drehzahlbereich“ im alltäglichen Fahrbetrieb die Abgasreinigung herunterregle. Das sei aus DUH-Sicht nicht mit dem Schutz des Motors begründbar und damit rechtlich nicht zulässig.

BMW wehrte sich indes gegen die Vorwürfe. „Wenn ein Tester bewusst und zielgerichtet untypische Fahrweisen im Randbereich erzwingt, um plakative Emissionswerte zu konstruieren, dann hat das Züge einer gezielten Kampagne“, sagte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Der Autobauer teilte mit, dass Fahrzeuge von BMW grundsätzlich den gesetzlichen Vorschriften entsprächen und nicht manipuliert seien. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Fahrer

    Heute Vormittag einfach mal mit einem 2 Ltr. TDI von VW die Eckdaten des DHU Tests in der Stadt versucht nachzuvollziehen (3.500 U/min und 2.000 U/min). Ich schaffe es einfach nicht, in diese Drehzahlbereiche vorzudringen, bei denen man etwas festgestellt haben will, es sei denn, ich fahre wie ein blutiger Anfänger im 1. Gang mit 50 km/h. Mein Drehzahlmesser steht fast eisern bei 1.000 bis 1.200 U/min, bergauf in der Grundstraße geht er bis maximal 1.800 U/min. Bin jahrelang auch 3er BMW mit 2 Ltr. Diesel gefahren und dort war es genau so. Die Deutsche Umwelthilfe ist ein ideologiegetriebener Abmahnverein der Grünen, der in satter Selbstgewissheit die gesetzlichen Möglichkeiten nutzt, die die Grünen mit ihrer Lobby im Parlament geschaffen haben. Umwelt oder Gesundheit sind dem von Toyota und Porsche gesponserten Verein herzlich egal. In den USA würde man so eine Truppe wegen Vorbereitung zur Verschwörung genauer unter die Lupe nehmen.

  2. jk

    Jürgen Resch ist der größte Umweltverschmutzer vor dem Herrn. Er ist Mitglied des Hon-Circle der Lufthansa und gehört damit einem kleinen, erlauchten Kreis von knapp 3000 Lufthansa-Vielfliegern an, wird zum Beispiel auf Wunsch in einem Porsche-Cayenne direkt zum Flugzeug gebracht. Voraussetzung ist allerdings, dass der Passagier innerhalb von zwei Jahren mindestens 600 000 (Sechshunderttausend!) Meilen gesammelt hat. Zu Herrn Jürgen Resch ist in der Süddeutschen Zeitung zu lesen: „Resch, der ein Studium der Verwaltungswissenschaften abbrach“. Nun, da ist man doch gleich beruhigt, dass die Industrienation Deutschland, dessen Lebensstandard sich vor allem auf den Mittelstand stützt, von einem solch ausgewiesenen Fachmann, der noch nicht einmal in der Lage war, ein Studium oder eine Ausbildung zu Ende zu bringen, in Existenzfragen vertreten wird, bzw. sich anstellt, als habe er dazu die Legitimation.

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