erweiterte Suche
Freitag, 06.10.2017

Ab jetzt gibt’s wieder Knöllchen

Der neue Vollzugsbedienstete der Stadt Bischofswerda hat seine Arbeit aufgenommen.

Dieser Anblick ist ab sofort wieder zu erleben.
Dieser Anblick ist ab sofort wieder zu erleben.

© dpa

Bischofswerda. Knöllchenfreies Paradies ade. Die Zeit, wo man auf Bischofswerdas Innenstadtstraßen die Parkzeit überziehen oder ganz ohne Parkscheibe stehen konnte und gute Chancen hatte, straffrei davon zu kommen, ist vorbei. Die seit dem Sommer vakante Stelle des gemeindlichen Vollzugsbediensteten ist wieder besetzt. Der Arbeitsvertrag mit dem neuen Mitarbeiter sei mit Wirkung vom 1. Oktober in Kraft getreten, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. SZ-Informationen, wonach der „ruhende Verkehr“ seit dieser Woche wieder kontrolliert wird, wollte man im Rathaus aber nicht bestätigen. „Der neue Mitarbeiter wird jetzt erst einmal hausintern eingearbeitet, über Zeitpunkte von Kontrollgängen geben wir keine Auskunft“, so die Verwaltung.

Der Vollzugsbedienstete ist 40 Stunden in der Woche tätig. Wie seine Wochenarbeitszeit aufgeteilt wird, hänge vom Bedarf, von Situationen, Veranstaltungen und Ähnlichem ab. Das Überwachen der Parkordnung auf Straßen und Plätzen ist jedoch nur eine seiner Aufgaben. Er soll die Einhaltung auch anderer städtischer Satzungen überprüfen und durchsetzen, etwa bei der Außenbewirtschaftung von Gaststätten, beim Plakatieren, bei der Sauberkeit im Stadtgebiet oder beim Winterdienst. Auch die Sicherheit von Baustelleneinrichtungen gehört zum Arbeitsgebiet des Gemeindevollzugsbediensteten. Er werde „partiell auch am Wochenende im Einsatz sein, Verstöße gegen Satzungen werden ja auch nicht nur montags bis freitags begangen“, heißt es aus dem Rathaus.

Knöllchen für Parksünder drohten in der Vergangenheit nicht nur auf städtischen Straßen und Plätzen, sondern auch auf einigen privaten Parkplätzen von Märkten, zum Beispiel bei Netto an der Kamenzer Straße, wenn die Parkscheibe nicht eingestellt war. Wo im Einzelnen kontrolliert wird, sagt man im Rathaus nicht. „Die genauen Kontrollorte geben wir nicht bekannt – jeder Bürger hat sich überall an die geltenden Regeln zu halten“, heißt es dazu seitens der Stadtverwaltung. (SZ)