Junge Szene Bautzen
Donnerstag, 10. November 2005
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Rendezvous mit einem frischen Backfisch
Von Antonia Kühnemund
Der Weg durch die Zeit ist verlustreich. Auch für die deutsche Sprache. Darum werden betagte Wörter im Internet ausgestellt.
Wenn ihr mal aufmerksam durch den Duden blättert, findet ihr öfter Wörter, hinter denen veraltet steht: Begriffe, die kaum einer versteht und fast niemand mehr verwendet. Da diese vom Aussterben bedroht sind, versucht Kay-Uwe Rohn sie nun durch ein kleines Museum nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
In seiner Internetsammlung, die wöchentlich um ein weiteres Wort vervollständigt wird und sich mittlerweile auf 76 beläuft, kann man sich die ungeläufigen Begriffe anschauen. Der Fundus besteht zum Beispiel aus Ausdrücken wie larmoyant, was so viel wie weinerlich bedeutet, oder stupend, einfach ein anderes Wort für erstaunlich. Besonders unsere Generation kann auf der Homepage ihr Wissen testen oder wenigstes versuchen zu erraten, was sich hinter den altehrwürdigen Begriffen versteckt.
Französischer Regenschirm
Die aufgelisteten malerischen Wörter besitzen außer ihrem hohen Alter wenig Gemeinsamkeiten und schon gar keine Reihenfolge.
Also müsst ihr ein bisschen suchen, bis ihr die Übersetzung von Glanz findet. Denn darin könnt ihr eure Liebesbriefe und Geburtstagskärtchen durch die Nutzung der alten Wörter sicherlich erstrahlen lassen. Es klingt ja auch viel schöner und gebildeter, jemanden anstatt hämisch als maliziös zu bezeichnen. Auch Begriffe aus anderen Ländern trifft man in dem Sortiment Rohns an. So zum Beispiel Parapluie, was eigentlich nur die französische Übersetzung von Regenschirm ist.
Vielen älteren Generationen machen die Einflüsse aus anderen Sprachen Angst. Vor allem die Anglizismen seien Schuld, dass jetzt immer mehr altdeutsche Wörter aus dem Gedächtnis verschwinden. Diese Meinung teilt der Ausstellungsvater Kay-Uwe Rohn jedoch nicht: „Ich denke, dass Begriffe aus anderen Ländern die Sprache nur bereichern und weiterentwickeln können.“
Wer sich aber nicht mit Wörtern wie tight und cool anfreunden kann, der kann sich getrost Anregung aus dem Onlinemuseum holen. Vielleicht könnt ihr mit der alten Sprache, auch den ein oder anderen Backfisch (Mädchen zwischen 14 bis 17) aufreißen.
Das Wortmuseum findet ihr unter:
www.wortmuseum.com
In seiner Internetsammlung, die wöchentlich um ein weiteres Wort vervollständigt wird und sich mittlerweile auf 76 beläuft, kann man sich die ungeläufigen Begriffe anschauen. Der Fundus besteht zum Beispiel aus Ausdrücken wie larmoyant, was so viel wie weinerlich bedeutet, oder stupend, einfach ein anderes Wort für erstaunlich. Besonders unsere Generation kann auf der Homepage ihr Wissen testen oder wenigstes versuchen zu erraten, was sich hinter den altehrwürdigen Begriffen versteckt.
Französischer Regenschirm
Die aufgelisteten malerischen Wörter besitzen außer ihrem hohen Alter wenig Gemeinsamkeiten und schon gar keine Reihenfolge.
Also müsst ihr ein bisschen suchen, bis ihr die Übersetzung von Glanz findet. Denn darin könnt ihr eure Liebesbriefe und Geburtstagskärtchen durch die Nutzung der alten Wörter sicherlich erstrahlen lassen. Es klingt ja auch viel schöner und gebildeter, jemanden anstatt hämisch als maliziös zu bezeichnen. Auch Begriffe aus anderen Ländern trifft man in dem Sortiment Rohns an. So zum Beispiel Parapluie, was eigentlich nur die französische Übersetzung von Regenschirm ist.
Vielen älteren Generationen machen die Einflüsse aus anderen Sprachen Angst. Vor allem die Anglizismen seien Schuld, dass jetzt immer mehr altdeutsche Wörter aus dem Gedächtnis verschwinden. Diese Meinung teilt der Ausstellungsvater Kay-Uwe Rohn jedoch nicht: „Ich denke, dass Begriffe aus anderen Ländern die Sprache nur bereichern und weiterentwickeln können.“
Wer sich aber nicht mit Wörtern wie tight und cool anfreunden kann, der kann sich getrost Anregung aus dem Onlinemuseum holen. Vielleicht könnt ihr mit der alten Sprache, auch den ein oder anderen Backfisch (Mädchen zwischen 14 bis 17) aufreißen.
Das Wortmuseum findet ihr unter:
www.wortmuseum.com








