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Freitag, 12.01.2018

600 Pappeln werden gefällt

Die Talsperrenverwaltung will am Westufer des Stausees Bautzen einen natürlichen und gesunden Wald schaffen. Dafür müssen alte Bäume weichen.

Das Stauseeufer in der Nähe von Neumalsitz.
Das Stauseeufer in der Nähe von Neumalsitz.

© Uwe Soeder

Bautzen. Am Westufer des Bautzener Stausees werden 600 Bäume gefällt. Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilt, haben die Arbeiten in dieser Woche begonnen. Sie sind Teil des ökologischen Waldumbaus. Ziel sei es, einen stabilen, artenreichen und standortgerechten Wald aufzubauen. Konkret geht es um einen Abschnitt bei Neumalsitz. Dort wurde zwischen 1968 und 1977 ein linienförmiger Pappelwald angepflanzt. Diese Monokultur sei mittlerweile überaltert, bei starkem Wind stürzen häufig Bäume um oder brechen ab, so die Landestalsperrenverwaltung. Deshalb habe vor zehn Jahren ein Umbau des Waldes begonnen. In den kommenden Wochen werden die verbliebenen Pappeln und andere Bäume entfernt und der Baumbestand verjüngt. Die Fällungen erfolgen dabei schrittweise, um die Waldstruktur nicht zu zerstören.

In den vergangenen Jahren entstanden so Lichtungen. Dort konnten sich bereits andere Laubbäume wie Feldahorn, Stieleiche, Ulme sowie Wildsträucher und Obstbäume weiter ausbreiten. Einzelne starke Bäume bleiben für Höhlenbrüter und Fledermäuse erhalten. Liegengebliebenes Totholz und aufgeschichtete Benjeshecken bilden Lebensräume für verschiedene Vögel und kleine Säugetiere.

Die Planung und Umsetzung des Waldumbaus werden von der Naturschutzstation Neschwitz fachlich unterstützt. Bis Ende Februar soll die Baumfällung abgeschlossen sein. (szo)