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Freitag, 08.08.2014

5.000 Unterschriften für Straßenkünstler

Nicht nur Dresdner fordern das Aufheben der neuen Regeln für Musik auf öffentlichen Plätzen.

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Das selbst gesteckte Ziel von 5.000 Unterschriften für ihre Petition haben die Straßenkünstler erreicht. Mit der Aktion im Internet sammeln sie Unterschriften gegen die neue Verordnung der Stadtverwaltung, die sie seit dem 1. August in ihrem Tun stark einschränkt.

Gestern Abend waren es bereits 5.076 Unterstützer. Nicht nur rund 2 500 Dresdner haben beim Internetdienst Open Petition bisher unterzeichnet. Die Unterstützer kommen neben anderen deutschen Orten auch aus dem Ausland. So finden sich beim Blick in die lange Liste der Unterzeichner auch Menschen aus Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Schweden, Russland, den USA oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.

„Der Oberbürgermeisterin sollte damit klar sein, dass ihre Verordnung nicht gewollt ist“, erklärt Jan Kossick vom Dresdner Netzwerk „Kultur sucht Raum“. Beeindruckend sei, dass Touristen wie auch Dresdner gegen die Verordnung sind und das Ziel, mit der Stadt in Dialog zu treten, unterstützen. Noch bis Mitte September kann die Petition im Internet unterschrieben werden. (jam)

www.sz-link.de/strassenkunst

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. Alex

    2500 Dresdner, das sind 0,5% der Einwohner, die sich durch das Gefiedel und Quetschkommodengejaule nicht belästigt fühlen. Wahrscheinlich kommen die auch noch aus Weixdorf. Den Künstlern geht es doch, wenn sie ehrlich wären, gar nicht um die neue Verordnung, sondern nur darum, dass sie für jede Speilerlaubnis GELD bezahlen müssen. In München hat sich das auf jeden Fall bewährt und die Künstler dort, sind eine wahre Bereicherung des städtischen Lebens.

  2. entejens

    @Alex: interessant, daß du unterstellst, daß ALLE, die sich "nicht belästigt fühlen" unterschrieben haben. Mit deiner "Logik" muß man aber auch feststellen, daß niemand sich belästigt fühlt, denn Unterschriften von Dresdnern unter einer gegenteiligen Petition gibt es nicht. Und soweit ich weiß (und auch hier in der SZ gelesen habe), geht es um die starken Einschränkungen (z. B. 2* eine halbe Stunde pro Woche) und darum, daß hier wie so oft eine Regelung ohne Einbeziehung aller Beteiligten (Stadtverwaltung als Vertreter der Einwohner und Straßenkünstler) erstellt wurde. Übrigens, Kunst ist mehr als das, was nur vielen gefällt.

  3. Alex

    @entejens: Super, dass Sie gemrkt haben, dass es keine gegenteilige Petition gibt. Warum auch, wenn sich die Mehrheit der Dresdner durch die Verordnung der Stadtverwaltung im Recht sieht. Die Verordnung ist übrigens sehr wohl in Einbeziehung der Bürger der Stadt Dresden erlassen worden, es gab schließlich mehr als nur eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung. Achtung: wegen Lärmbelästigung und nicht wegen "Kunst". Na, reicht das, um meine Logik nicht in Anführungszeichen zu setzen????

  4. Jörg

    Diese Verordnung ist prinzipiell eine sehr gute Lösung etwas Ordnung in das "wilde" Musizieren zu bekommen. Nicht jeder der sich als Künstler fühlt ist einer. München hat gute Erfahrungen mit einer ähnlichen Verordnung gemacht. Das sollte auch in Dresden funktionieren. Übrigens, warum gibt es eigentlich Unverständnis darüber das eine Spielerlaubnis Geld kostet? Wie ist es eigentlich steuerlich bei Straßenmusikanten geregelt? Brutto gleich Netto? So wird wenigstens ein kleiner Teil einer Abgabe fällig.

  5. Martin

    Um einem Irrtum gleich mal entgegen zu wirken: Um die 5€ Anmeldegebühr geht es tatsächlich keinem der beteiligten Strassenkünstler. Vor einem Jahr hat der Stadtrat eine ähnliche, nicht ganz so weit gehende Regelung als zu restriktiv gekippt. Wenn jetzt die Stadtregierung eine noch härtere Regel einführt, widerspricht das dem demokratischen Grundsatz offensichtlich. Eine Unterschriftenaktion mit 5000 Unterschriften ist sicherlich ein demokratischeres Zeichen, als eine Handvoll Anwohnerbeschwerden. Außerdem will die Petition ja nicht eine Entscheidung erzwingen, sondern dass die Sache im Stadtrat demokratisch diskutiert wird.

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