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Samstag, 13.01.2018

40 Storchennester werden repariert

Der Förderverein vom Biosphärenreservat kann damit vor Ankunft der neuen Störche beginnen. Doch die Zahl der Horste in der Oberlausitz ist streng limitiert.

Von Kerstin Fiedler

Symbolbild.
Symbolbild.

© Nikolai Schmidt

Oberlausitz. Sobald es das Wetter zulässt, werden die Mitarbeiter des Fördervereins vom Biosphärenreservat anfangen, die Storchennester zu reparieren. Die Fördermittel wurden bewilligt für das Abtragen von zu viel Material aus den Nestern, zum Erneuern von Nestunterlagen oder auch fürs Freischneiden. 40 Nester stehen auf der Liste des Vereins. Seit Mittwoch kann diese Liste auch auf der Internetseite des Vereins angeschaut werden. Noch bevor die Störche in der Oberlausitz ankommen, sollen die Nester in Ordnung gebracht sein.

Seit vielen Jahren haben es sich die Mitarbeiter des Fördervereins zur Aufgabe gemacht, die Nester zu kontrollieren, zu reparieren – wenn nötig und möglich, auch neue zu schaffen. Doch die Modalitäten für die Beantragung der Fördermittel wurden immer komplizierter.

So wurden seit 2015 keine Gelder mehr an den Verein gezahlt, der jetzt auch Naturschutzstation östliche Oberlausitz ist. „Deshalb besteht ein Großteil der Liste aus Nestern, deren Reparatur bereits 2015 geplant war“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins, Annett Hertweck. Im Bereich des Heide- und Teichlands sind das nun Storchenhorste an insgesamt 33 Standorten in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Der Verein kümmert sich in beiden Landkreisen um den Weißstorch. „Wir wollen loslegen, sobald es das Wetter zulässt, es also mindestens frostfrei ist“, sagt Annett Hertweck. Die Mitarbeiter hoffen, alle Vorhaben zu schaffen, bevor die Störche zurück sind.

Rund um Niesky stehen Horste auf der Sanierungsliste in Kollm, Mückenhain, Ödernitz, See, Särichen und Ullersdorf und Rietschen-Werda. Außerdem werden Nester in Ordnung gebracht in Melaune, Gersdorf, Pfaffendorf, Groß Düben, Kleinradmeritz, an der Bertsdorfer Straße in Olbersdorf, in Eutrich, Belgern, Dörgenhausen, Hausdorf, Hoske, Hoyerswerda, Keula, Kotten, Luppedubrau, Miltitz, Neschwitz, Pließkowitz, Rachlau, Saalau, Sollschwitz, Torno, Weißbach, Wittgendorf und zwei in Wittichenau, darunter das Nest an der Brauerei.

Nicht geholfen werden kann Nestern, bei denen es jetzt auffällt, dass sie beschädigt sind oder freigeschnitten werden müssten. „Wer solche Nester in der Nachbarschaft hat, sollte sich an die Untere Naturschutzbehörde des zuständigen Landratsamtes wenden“, sagt Annett Hertweck. Dort gibt es die Möglichkeit, in akuten Fällen zu helfen. (SZ/kf, SZ/cam)