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Mittwoch, 23.08.2017

32-Jähriger täuscht Unfall vor

Offenbar wollte der Mann ein Missgeschick vertuschen. Auf den Trick fallen die Polizisten jedoch nicht ein.

© Symbolbild/dpa

Großenhain. Das könnte den Mann teuer zu Stehen kommen: Mit einer Geldstrafe bis hin zu Gefängnis wird das Vortäuschen einer Straftat bedacht. Genau das wirft die Polizei jetzt einem 32-Jährigen vor.

Der Mann hatte die Beamten bereits am 2. Mai zum Parkplatz eines Supermarktes an der Dresdner Straße in Großenhain gerufen. Er hatte an seinem geparkten VW Caddy eine Beschädigung an der Stoßstange festgestellt. Ein eigentlich kleiner Schaden der von den Polizisten auf rund 150 Euro geschätzt wurde. Trotzdem nahmen die Beamten die Ermittlungen auf.

Weitere Meldungen aus dem Polizeibericht

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Radfahrer mit 2,4 Promille gestoppt

Großenhain. Am Gerberdamm stoppten Polizisten am Dienstag einen 52-jährigen Radfahrer. Seine unsichere Fahrweise hatte das Misstrauen einer Streife erregt. Wie richtig die Beamten damit lagen, zeigte eine Überprüfung des Atemalkohols des Mannes. Das Ergebnis: reichlich 2,4 Promille im Blut. Der Mann musste sein Rad stehen und eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Zudem erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Unfallflucht durch Zeugen aufgeklärt

Großenhain. Am 5. August wurde auf der Dresdner Straße in Großenhain ein geparkter VW beschädigt. Der Verursacher hatte sich in der Folge unerlaubt von der Unfallstelle entfernt. Nach einem Zeugenaufruf der Dresdner Polizei, meldete sich eine Augenzeugin im Polizeirevier Großenhain. Sie konnte einen wichtigen Hinweis zu dem unfallverursachenden Fahrzeug geben. Obwohl die Zahlen des amtlichen Kennzeichens nicht die richtige Reihenfolge hatten, gelang es der Polizei durch weitere Überprüfungen den verdächtigen Pkw ausfindig zu machen. Eine Prüfung vor Ort brachte erstaunliches zum Vorschein. Der Audi war in der Zwischenzeit in einen weiteren Verkehrsunfall verwickelt. Bei der Unfallaufnahme dieses Unfalles war den Polizeibeamten eine Beschädigung aufgefallen, die nicht zu dem aktuellen Unfall passte. Inzwischen ist klar, woher diese Spuren stammten. Die 60-Jährige gab auch zu, am 5. August auf besagten Parkplatz rangiert zu haben. Sie muss sich nun wegen des Verdachts des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.

Nach Parkplatzunfall geflüchtet

Riesa. Montagnachmittag parkte eine 59-Jährige ihren grauen Seat Ibiza an der Bahnhofstraße in Höhe der Nummer 37. Als sie am Dienstagmorgen zu ihrem Wagen kam, musste sie eine Beschädigung an der hinteren Stoßstange feststellen. Offenbar war ein anderes Fahrzeug dagegen gefahren. Der Verursacher entfernte sich jedoch unerlaubt vom Unfallort. Am Seat blieb ein Schaden in Höhe von rund 2.000 Euro zurück. Nun sucht die Polizei Zeugen, welche Angaben zum verursachenden Fahrzeug oder dessen Fahrer machen können. Hinweise nehmen das Polizeirevier Riesa oder die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Zunächst prüften die Ermittler die Spuren am Fahrzeug und stellten fest, dass diese für einen Parkplatzunfall untypisch waren. Besonders auffällig war, dass der Caddy nur im beschädigten Bereich gereinigt war. Trotz der Zweifel der Beamten blieb der Caddyfahrer dabei, dass die Beschädigungen „frisch“ seien.

Aufgrund der Spuren am Fahrzeug suchten Ermittler daraufhin die Wohnanschrift des Mannes auf. Ein Gartentor erregte ihre Aufmerksamkeit, da dessen Farbe genau zu den Spuren am VW zu passen schienen. Ein Labor sollte in der Folge den Verdacht der Beamten bestätigen. Denn aus dem vorliegenden Gutachten ging eindeutig hervor, dass die Spuren am Gartentor mit dem Spuren am Caddy übereinstimmen. Der Anzeigenerstatter muss sich daher nun wegen des Vortäuschens einer Straftat verantworten. (SZ)