Donnerstag, 15.11.2012

2,5 Millionen Euro Schaden am Eishallendach

Die Stadt fordert das Geld vom Generalplaner zurück. Auch die Dachdeckerfirma soll für das defekte Dach mit aufkommen.

Von Juliane Richter

Nachdem das Dach der Eishalle wieder vollständig repariert wurde, arbeitet die Verwaltung noch an der Abrechnung des Schadens. Laut aktuellem städtischem Bericht geht die Stadt nun davon aus, dass der gesamte Schaden rund 2,5 Millionen Euro erreichen wird. Darin enthalten seien neben den Baukosten auch Schadenersatzforderungen der Nutzer sowie Folgekosten.

Für die Reparatur des Daches, das im Februar großflächig gerissen war, hatte die Stadt zunächst 2,1 Millionen Euro bereitgestellt. Die Kosten sollen jedoch die Schadensverursacher tragen. Das sind in den Augen der Verwaltung der Generalplaner, das Architekturbüro Schmidt-Schicketanz aus München, sowie die damalige Dachdeckerfirma Dach + Abdichtung Kaiser GmbH. Diese ist nicht nur längst insolvent. Sportbürgermeister Winfried Lehmann hatte zudem einst geäußert, dass beim Verlegen des Materials durch die Dachdeckerfirma keine Fehler gemacht worden seien. Lehmann wollte diesen Widerspruch gestern nicht aufklären. Auch zum Stand der Verhandlungen über mögliche Zahlungen wollte er sich nicht äußern. Aus dem Münchner Büro von Schmidt-Schicketanz hieß es lediglich, dass die eigene Versicherung im Gespräch mit der Stadt sei. Sollten keine Zahlungen von den Verursachern erfolgen, hatte Sportbürgermeister Lehmann bereits juristische Schritte angedroht.