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Samstag, 19.01.2013

22 Profis für 16 Millionen

Die Bundesligisten geben in der Winterpause kaum Geld für Neuzugänge aus. Schalke will aber nachlegen.

Der bisher teuerste Transfer im Bundesliga-Winterschlussverkauf: Ivan Perisic wechselte für 7,5 Millionen Euro von Meister Borussia Dortmund zum VfL Wolfsburg. Foto: dpa/Sören Stache
Der bisher teuerste Transfer im Bundesliga-Winterschlussverkauf: Ivan Perisic wechselte für 7,5 Millionen Euro von Meister Borussia Dortmund zum VfL Wolfsburg. Foto: dpa/Sören Stache

Das große Geldausgeben ist ausgeblieben, manche Bundesligisten wurden überhaupt noch nicht auf dem Transfermarkt aktiv. Auch wenn die Rückrunde am Freitagabend (nach Redaktionsschluss dieser Seite) begann, bleibt noch Zeit bis zum 31. Januar. Bisher investierten zwölf Fußball-Erstligisten rund 16 Millionen Euro in 22 neue Profis. Dem stehen 22 Abgänge für knapp 14 Millionen Euro gegenüber.

Teuerster Transfer war bislang Ivan Perisic, der für 7,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum VfL Wolfsburg wechselte. Prominenteste Leihspieler sind Nuri Sahin (zu Borussia Dortmund) und Raffael (zum FC Schalke), die jeweils für knapp eine Million Euro Leihgebühr in die Bundesliga zurückkehren.

Schalke ist derzeit am eifrigsten auf der Suche nach Verstärkungen. Neben Raffael, dem vom ukrainischen Vizemeister Dynamo Kiew bis Saisonende ausgeliehenen Brasilianer, soll sobald wie möglich dessen Landsmann Michel Bastos von Olympique Lyon zum Fußball-Bundesligisten folgen. So wäre Lewis Holtby frei für einen sofortigen Wechsel zu Tottenham Hotspur, wo der deutsche U21-Kapitän bereits einen Vertrag unterschrieb.

Schalkes Manager Horst Heldt ist sich laut Medienberichten mit Linksaußen Bastos, der bei den Franzosen noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, bereits über den Wechsel einig. Allerdings pokern die Königsblauen noch mit Lyon um die Ablösesumme. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung bietet Heldt rund fünf Millionen Euro, die Franzosen fordern sieben bis acht Millionen. Anders als Raffael, der in der laufenden Saison schon drei Champions-League-Spiele für Kiew bestritt, wäre der 29 Jahre alte Bastos auch in der Königsklasse für Schalke spielberechtigt.

„Tottenham überlegt. Das muss man abwarten“, sagte Heldt zu einem möglichen Blitztransfer Holtbys zum Premier-League-Club aus London. Vieles deutet darauf hin, dass beide Deals noch vor dem Ende der Transferfrist über die Bühne gehen. „Wir sondieren den Markt, da wir mit einigen Verletzungen zu kämpfen haben“, erklärte Heldt. Er macht keinen Hehl daraus, Augen und Ohren weiter offen zu halten. Und hofft, für den im Sommer ablösefreien Holtby jetzt noch ein paar Pfund zu bekommen.

Derweil verspricht Nationalspieler Holtby hoch und heilig, sich bis zuletzt voll in den Dienst der Revierelf zu stellen. Doch weil viele Fans enttäuscht über seinen Abschied sind, müsste er in den kommenden Monaten auch mit wenig leistungsfördernden Pfiffen der eigenen Anhängerschaft rechnen. Nicht zuletzt deshalb lässt Holtby keine Gelegenheit aus, um die Gunst der Fans zu buhlen. (dpa/SZ)

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