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SZ-Kolumne „Was soll das?“

2015 ist alternativlos

Das erst am Donnerstag eingeführte neue Jahr zu stoppen, ist keine Option. Auch wenn sich in der Silvesternacht vielerorts Menschen mit über die Süd- und Ostgrenze des Landes geschmuggelten Sprengkörper bewaffneten.

02.01.2015
Von Thomas Bärsch

alternativlos
Alles für die Tonne: Trotz lauter Knallerei ist jetzt das Jahr 2015 angebrochen.

© dpa

Die Einführung des Jahres 2015 wurde in ganz Deutschland von heftigen, teils gewaltsamen Protesten begleitet. In vielen Orten explodierten Sprengkörper, die vor allem von jungen radikalisierten Kämpfern über die Süd- und die Ostgrenze ins Land geschmuggelt worden waren.

In Berlin schaffte es ein wütender Mob, das Brandeburger Tor erstmals seit dessen historischer Wiedereröffnung vor 25 Jahren komplett dicht zu machen. Die meisten Demonstranten protestierten gegen einige Veränderungen, die 2015 bringen wird, vor allem gegen die Einführung der Biotonne, die unter anderem zur getrennten Entsorgung von nicht aufgegessenen Hamburgern und deren Pappschachteln verpflichtet.

Kanzlerin Merkel wandte sich angesichts der immer lauter werdenden Proteste noch am Silvesterabend mit einer dramatischen Neujahrsansprache an das deutsche Volk. Darin erteilte sie Forderungen, das Jahr 2015 zu stoppen und stattdessen 2014 zu wiederholen, eine klare Absage: Ein zweites Mal Rot-Rot-Grün in Thüringen sei niemandem zumutbar.

Die Kolumne „Was soll das?“ erscheint im Wochenendmagazin der Sächsischen Zeitung.