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Mittwoch, 27.02.2013

15-jährige Schülerin schießt um sich

Mit einer Schreckschusspistole hat eine Jugendliche in einer Schule in Wernigerode im Harz um sich geschossen und dabei einen Jungen verletzt.

Mitten im Unterricht schießt eine Schülerin mit einer Schreckschusswaffe in die Luft. Ein 14-Jähriger erleidet dadurch ein Knalltrauma.
Mitten im Unterricht schießt eine Schülerin mit einer Schreckschusswaffe in die Luft. Ein 14-Jähriger erleidet dadurch ein Knalltrauma.

© dpa

Magdeburg. Mit einer Schreckschusspistole hat eine 15-Jährige an einem Gymnasium in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) im Unterricht in die Luft geschossen. Dabei erlitt ein 14 Jahre alter Mitschüler ein Knalltrauma, wie die Polizei mitteilte. Ein zweiter Junge sei bei der Schießerei gestern leicht im Gesicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg.

Das Mädchen ist eine Wiederholungstäterin. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg bestätigte Informationen der „Mitteldeutschen Zeitung“. Demnach war die damals 13-Jährige im November 2011 mit Messern und einer Axt in ein Gymnasium im Nachbarort Ballenstedt gezogen und hatte dort Feuer gelegt. Zudem kündigte sie damals einen Amoklauf an. 400 Schüler und 40 Lehrkräfte wurden damals in Sicherheit gebracht. Eine Lehrerin erlitt einen Schock, verletzt wurde niemand.

In Wernigerode stürmten Schüler nach der Schießerei aus Angst aus dem Klassenzimmer und aus der Schule. Andere verharrten geschockt. Die Lage war zunächst völlig unübersichtlich, schilderte ein Sprecher des Gymnasiums. Einem Jungen gelang es laut Polizei, die 15-Jährige auf dem Flur zu überwältigen. Er nahm ihr die Waffe ab. Das Motiv des Mädchens war zunächst unklar, auch die Herkunft der Schreckschusswaffe.

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg ermittelt gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. 2009 war das noch nicht möglich gewesen, da sie noch nicht strafmündig war. Nun nahm die Polizei sie vorläufig fest. Es sei noch unklar, ob sie nach Hause könne, in Untersuchungshaft genommen oder in eine psychiatrische Einrichtung gebracht werde. (dpa)

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