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Montag, 14.08.2017

13-Jährige wochenlang missbraucht

Laut Polizei hatte ein 37-jähriger Pakistaner mehrfach Sex mit einem Kind. Das Mädchen erhielt dafür kleine Geschenke.

Von Udo Lemke und Christoph Scharf

Das Strafgesetzbuch sieht für den „schweren sexuellen Missbrauch von Kindern“ mindestens zwei Jahre Gefängnis vor.
Das Strafgesetzbuch sieht für den „schweren sexuellen Missbrauch von Kindern“ mindestens zwei Jahre Gefängnis vor.

© Symbolbild/dpa

Meißen. Zwei Monate lang hat ein 37-jähriger Pakistaner ein 13-jähriges Mädchen missbraucht. Demnach habe der Mann mehrfach ungeschützten Geschlechtsverkehr mit dem Kind gehabt. Das teilte die Polizeidirektion am Sonntag mit. „Dafür erhielt das Mädchen von ihm geringe Geldbeträge bzw. in einem Fall eine Kette als Belohnung“, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion.

Die Fälle haben sich demnach von Anfang Juni bis Ende Juli zugetragen. Laut Polizei habe der Pakistaner gewusst, dass das Kind erst 13 Jahre alt ist. Dennoch sei der Mann „nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft“ auf freiem Fuß geblieben. Warum das so ist, wollte der Polizeiführer vom Dienst in der Leitstelle des Dresdner Führungs- und Lagezentrums auf SZ-Nachfrage nicht sagen. „Aus Opferschutzgründen gibt es keine weiteren Informationen.“

Weitere Auskünfte könne die Staatsanwaltschaft geben – allerdings erst am Montag. Allerdings drängen sich in dem Fall schon jetzt mehrere Fragen auf: Warum blieb der Tatverdächtige auf freiem Fuß? Ist der Mann Ersttäter oder schon polizeibekannt? Ist das Kind durch die Taten am Ende sogar schwanger geworden?

Sollte sich die Fälle wie geschildert bestätigen, droht dem Pakistaner eine längere Haftstrafe. Das Strafgesetzbuch sieht für den „schweren sexuellen Missbrauch von Kindern“ mindestens zwei Jahre Gefängnis vor. Als Höchststrafe sind dafür zehn Jahre Haft vorgesehen. Zum Vergleich: Im Mai hatte das Landgericht Görlitz einen 24-jährigen Pakistaner wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines achtjährigen Jungen zu 33 Monaten Haft verurteilt.