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Junge Szene Pirna
Donnerstag, 12. März 2009
(Sächsische Zeitung)

Theresa kennt sich in der Wirtschaft aus

Von Anne Radecker
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Vorstandsvorsitzende Theresa Krönert (17, l.) und Buchhalterin Stefanie Erbe (15, r.) werben mit eigenen T- Shirts für ihre Firma „myFuturePlan“ vor einer bunten, selbstgestalteten Tür in die Zukunft. Foto: Anne

Mit Wirtschaft kennt sie sich aus: Theresa Krönert. Den Namen der 17-jährigen jungen Dame solltet ihr euch gut merken. Denn sie ist bereits jetzt – neben ihrem Schülerinnendasein – Vorstandsvorsitzende der ersten Schülerfirma „myFuturePlan“ der Pirna- Copitzer Pestalozzi-Mittelschule. Gemeinsam mit ihrem Team aus elf weiteren Schülern der Klassenstufen sieben bis zehn sowie dem Schulpaten Frank Bräunlich und dem Wirtschaftspaten Heiko Roch wurde im vergangenen Jahr die Gründung offiziell zelebriert. Die Schülerfirma verfolgt das Ziel, ein Hausaufgabenheft zu entwickeln und es bald zu einem geringen Betrag zu verkaufen. Dieses Heft ist so aufgebaut, dass der Leser täglich mit seiner Berufsorientierung konfrontiert wird. Jede Woche findet man einen neuen Ausbildungsbetrieb, welcher sich in kurzen Sätzen vorstellt. Anmerkungen zu Voraussetzungen an den Lehrling oder über die Anzahl der gesuchten Auszubildenden sowie wichtige Kontaktdaten sind übersichtlich angeordnet.

Hilfestellung bei Bewerbungen

Nicht nur für Mittelschüler ein wichtiger Schatz, findet Theresa: „Allen Schulen ab der 5. Klasse wird das Hausaufgabenheft empfohlen. Auch Gymnasiasten müssen sich ja irgendwann bewerben, sollten sie nicht studieren wollen.“ Bereits vor den großen Sommerferien sei es bei der Schülerfirma zu erwerben.

Buchhalterin Stefanie Erbe erklärt, wie sie zum Kontakt mit den Firmen kamen: „Im Berufsschulzentrum Pirna-Copitz waren wir 2008 zum Tag der Ausbildung dabei. Vor Ort konnten wir erste Kontakte mit den Firmen knüpfen und unser Konzept vorstellen. Viele waren sofort begeistert. So war das auch später zu ähnlichen Veranstaltungen, bei denen wir unsere Idee präsentierten.“

Zur Nachnutzung empfohlen

Die Firma Eloma GmbH ist eine von vielen, die bald im Heft erscheinen. „Wir hoffen natürlich, darüber einen Auszubildenden zu finden“, so Bernd Hoffmann, Werkleiter der Firma in Bad Gottleuba. „Natürlich ist der Druck des Firmennamens vorteilhaft, um zu werben“, so Bernd Hoffmann. Dieser Anreiz steht nicht nur Eloma zu. Noch immer werden weitere Ausbildungsbetriebe gesucht.

Die Firmengründung verlief ziemlich reibungslos: Bereits im November letzten Jahres erhielt das Junior-Unternehmen von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden die Zusage zur Unterstützung. Es wurden ein Geschäftskonto eröffnet und erste sogenannte Anteilsscheine verkauft. Der Erlös konnte sofort eingezahlt werden. Diese Scheine haben je einen Wert von zehn Euro. Sie können käuflich erworben werden, um das Projekt zu unterstützen. „Die Jugendlichen erleben damit Wirtschaft hautnah“, so Schulpate Frank Bräunlich. „Bedruckte T-Shirts, Materialien zu Werbezwecken und das Heft selbst müssen finanziert werden. Die Schüler lernen Rechnungen zu pflegen“, ergänzt er. Der engagierte Lehrer kann die Gründung eines solchen Junior-Unternehmens weiterempfehlen. Auch Theresa und ihr Team haben sichtlich Spaß am Gestalten ihres Zukunftsplanes. So bleibt zu hoffen, dass nicht nur Schüler der eigenen Schule vom Hausaufgabenheft und der Projekt-idee profitieren, sondern auch weitere Schulen, um allen zukünftigen Schulabgängern den Weg zur Berufswahl damit zu erleichtern.



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