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Allgemeine Texte, Sprüche und Sprichworte Seite 53 · Darin nämlich täuschen wir uns, dass wir den Tod vor uns sehen: ein großer Teil des Todes ist schon vorbei. Alles, was von unserem Leben hinter uns liegt, gehört ihm. (Seneca) · In hoc enim fallimur, quod mortem prospicimus: magna pars eius iam praeterit. Quidquid aetatis retro est, mors tenet. (Seneca) · Der Tod kommt zu dir: er wäre zu fürchten, wenn er bei dir verweilen könnte; notwendigerweise ist er aber entweder noch nicht da, oder bereits vorüber. (Seneca) · Mors ad te venit: timenda erat, si tecum esse posset; necesse est aut non perveniat aut transeat. (Seneca) · Wir sind nur Staub und Schatten. (Horaz) · Pulvis et umbra sumus. (Horaz) · Bedenke stets, dass alles vergänglich ist; dann wirst du im Glück nicht so friedlich und im Leid nicht so traurig sein. (Sokrates) · Er will gar nicht gehen, er kann nur nicht stehen bleiben. (Seneca) · Non ille ire vult, sed non potest stare. (Seneca) · Der Antwort ernsteste ist doch das Grab. (Johann Wolfgang von Goethe) · Ich fürchte den Tod nicht, ich erwarte ihn. Er wird mich nicht überraschen. (Leif G. Frederiksen) Was uns verbindet. Wiederbegegnung, Wiedersehen · Nicht verloren, nur vorangegangen! (Michelangelo) · … und alles Getrennte findet sich wieder. (Friedrich Hölderlin) · Trennung kann man den Tod wohl nennen, denn wer weiß, wohin wir gehen. Tod ist nur ein kurzes Trennen auf ein ew’ges Wiedersehen. (Joseph von Eichendorff) Mahnung an die Lebenden · Die Augen der Toten werden sanft geschlossen. Ebenso sanft müssen die Augen der Lebenden geöffnet werden. (Jean Cocteau) · Bedenke, dass du nur Schauspieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt. (Epiktet) · Das Leben ist ein Kampf, und wer im Leben kämpft, kann verlieren; und wer im Leben nicht kämpft, hat schon verloren. · Die Schwachen kämpfen nicht, die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde. Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre. Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich. (Bert Brecht) · Wer selbst krank ist oder die Krankheit eines ihm lieben Menschen miterlebt, dem muss über kurz oder lang zum Bewusstsein kommen, dass alles, was wir auf Erden haben, zu besitzen glauben, uns nur geliehen ist. · Gelebte Zeit – kostbare Zeit. · Das Leben ist immer nur so lang, wie die Zeit, die Du verlierst. (Franz Kafka) · Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.


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