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Allgemeine Texte, Sprüche und Sprichworte Seite 47 Was uns verbindet. Auferstehung, neues Leben, ewiges Leben · Unser Leben geht hin in Verwandlung. (Rainer Maria Rilke) · Kein Stäubchen, kein Atom Materie kann zu nichts werden – und des Menschen Geist ängstigt sich damit, dass der Tod die Vernichtung seines Wesens sei. (Arthur Schopenhauer) · Wir Toten, wir Toten sind größere Heere als ihr auf der Erde, als ihr auf dem Meere. (Conrad Ferdinand Meyer) · Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe dort eine neue Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter. (Rainer Maria Rilke) · Des Todes rührendes Bild steht nicht als Schrecken dem Weisen, und als Ende den Frommen. Jenen drängt es ins Leben zurück und lehret ihn handeln; diesen stärkt es zu künftigem Heil in Trübsal die Hoffnung; beiden wird zum Leben der Tod. (Johann Wolfgang von Goethe) · … und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch werdet ihr hören, wie im Tode das Leben beginnt. (Nelly Sachs) · Geliebte, wenn mein Geist geschieden, so weint mir keine Träne nach; denn wo ich weile, da ist Frieden, dort leuchtet mir ein ew’ger Tag! (Annette von Droste-Hülshoff) · Und darum, weil ich frei im höchsten Sinne, weil ich anfangslos mich fühle. Darum weiß ich, dass ich endlos, dass ich unzerstörbar bin. (Friedrich Hölderlin) · Ihr, die ihr mich geliebt habt, seht nicht auf das Leben, das ich beendet habe, sondern auf das, welches ich beginne. (Augustinus) · Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus. (Joseph von Eichendorff) · Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes geheimnisvollen Ganzen, dessen andere Seite die Auferstehung ist. · Nicht alles von mir wird sterben. (Romano Guardini Horaz) · Von der Stunde, von dem Orte reißt dich eingepflanzter Drang, Tod ist Leben, Sterben Pforte, alles ist nur Übergang. (Johann Wolfgang von Goethe) · Der Tod umschlingt uns wohl, doch kann er uns nicht halten. Wir werden uns durch ihn zum Leben neu entfalten. (Claußen) · Wie durch den Eintritt der Nacht die Welt verschwindet, dabei jedoch keinen Augenblick zu sein aufhört, ebenso scheinbar vergeht Mensch und Tier durch den Tod, und ebenso ungestört besteht dabei ihr wahres Leben fort. (Arthur Schopenhauer) · Der Körper wird wie ein Kleid zerreißen, aber ich, das wohlbekannte Ich, ich bin. (Johann Wolfgang von Goethe) · Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn ein Mensch stirbt, wird er Geist. (Novalis) · Kein Tod ist in der Schöpfung, sondern Verwandlung. Verwandlung nach dem weisesten besten Gesetz der Notwendigkeit, nach welchem jene Kraft im Reiche der Veränderungen sich immer wirkend erhalten will und also durch Anziehen und Abstoßen, durch Freundschaft und Feindschaft ihr organisches Gewand unaufhörlich ändert. (Johann Gottfried Herder)


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