Wissenschaft
Dienstag, 13. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Modifizierte Stammzellen bieten Chancen für Therapien
600 Forscher diskutieren in Dresden Ergebnisse beim Verstehen von Krankheiten.
Dresden. Für die sichere Anwendung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS-Zellen) in der Therapie braucht es weitere Forschungen. „Die modifizierten Stammzellen bieten faszinierende Chancen, sind in der Praxis aber noch nicht ausgereift“, sagte der Heidelberger Immunologe Professor Hans-Reimer Rodewald gestern beim Internationalen Stammzellkongress in Dresden.
Die iPS-Zellen entstehen aus Körperzellen, die in einen frühen Zustand zurückprogrammiert werden. Sie sollen einmal die umstrittenen embryonalen Stammzellen ersetzen. „Ihre Gewebeverträglichkeit ist ein wichtiges Argument für diese Zellen“, sagte Rodewald. Ein Problem sei aber, dass sie möglicherweise zur Tumorbildung beitragen.
Rodewald hält Therapien mit iPS-Zellen künftig bei Alzheimer, Parkinson, Diabetes oder Blutkrankheiten für möglich. Bisher sei die Forschung aber in einem Stadium, wo sie die Zellen als Werkzeuge nutze, um Krankheiten besser zu verstehen. Mit echten Fortschritten und Erfolgen für Patienten rechnet Rodewald erst in zehn Jahren.
Zum dritten Mal treffen sich derzeit Stammzellforscher aus aller Welt auf Einladung des Dresdner DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien in der Elbestadt. Bis zum Mittwoch diskutieren rund 600 Wissenschaftler neue Ergebnisse der Grundlagen- sowie klinischen Forschung. (dpa)
Die iPS-Zellen entstehen aus Körperzellen, die in einen frühen Zustand zurückprogrammiert werden. Sie sollen einmal die umstrittenen embryonalen Stammzellen ersetzen. „Ihre Gewebeverträglichkeit ist ein wichtiges Argument für diese Zellen“, sagte Rodewald. Ein Problem sei aber, dass sie möglicherweise zur Tumorbildung beitragen.
Rodewald hält Therapien mit iPS-Zellen künftig bei Alzheimer, Parkinson, Diabetes oder Blutkrankheiten für möglich. Bisher sei die Forschung aber in einem Stadium, wo sie die Zellen als Werkzeuge nutze, um Krankheiten besser zu verstehen. Mit echten Fortschritten und Erfolgen für Patienten rechnet Rodewald erst in zehn Jahren.
Zum dritten Mal treffen sich derzeit Stammzellforscher aus aller Welt auf Einladung des Dresdner DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien in der Elbestadt. Bis zum Mittwoch diskutieren rund 600 Wissenschaftler neue Ergebnisse der Grundlagen- sowie klinischen Forschung. (dpa)






