Wirtschaft
Samstag, 4. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Ungarische Fluggesellschaft Malev lässt Maschinen am Boden
Die Finanzen zwingen das Unternehmen zum Einstellen des Betriebs. Die EU fordert Rückerstattung bezahlter Tickets.
Budapest. Die staatliche ungarische Fluglinie Malev hat wegen ihrer katastrophalen finanziellen Lage den Betrieb eingestellt. Seit Freitagmorgen blieben alle Flugzeuge am Boden, wie die Airline in Budapest mitteilte. Malev, wie British Airways und American Airlines ein Mitglied der Oneworld Alliance, sitzt auf Schulden von mehr als 200 Millionen Euro. Das Werben um neue Investoren blieb erfolglos.
Geschäftsführer Lorant Limburger sagte, die Partnerfluglinien hätten in den vergangenen Tagen ihr Vertrauen in Malev verloren und begonnen, Vorauszahlungen für ihre Leistungen zu verlangen. „Das hat den Abfluss von Kapital so stark beschleunigt, dass die Lage der Fluglinie untragbar wurde“, sagte er. „Wir bitten alle unsere Passagiere um Entschuldigung.“
Die EU pocht darauf, dass die ungarische Fluggesellschaft trotz ihrer Pleite Passagieren Tickets rückerstattet. „Wir gehen davon aus, dass die Airline das EU-Recht einhält“, sagte die Sprecherin von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel. „Tickets müssen zurückgezahlt werden.“ Die EU-Kommission stehe bereit, die ungarischen Stellen zu unterstützen.
Ab Montag wird Airberlin einmal täglich in die ungarische Hauptstadt fliegen. die Berliner Fluggesellschaft reagiert damit auf den Marktaustritt des Codeshare-Partners. Gestrandete Malev-Passagiere können bis kommenden Mittwoch für 49 Euro (oneway) auf Airberlin umbuchen, teilte die Fluglinie am Freitag mit. (SZ/dpa)
Geschäftsführer Lorant Limburger sagte, die Partnerfluglinien hätten in den vergangenen Tagen ihr Vertrauen in Malev verloren und begonnen, Vorauszahlungen für ihre Leistungen zu verlangen. „Das hat den Abfluss von Kapital so stark beschleunigt, dass die Lage der Fluglinie untragbar wurde“, sagte er. „Wir bitten alle unsere Passagiere um Entschuldigung.“
Die EU pocht darauf, dass die ungarische Fluggesellschaft trotz ihrer Pleite Passagieren Tickets rückerstattet. „Wir gehen davon aus, dass die Airline das EU-Recht einhält“, sagte die Sprecherin von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel. „Tickets müssen zurückgezahlt werden.“ Die EU-Kommission stehe bereit, die ungarischen Stellen zu unterstützen.
Ab Montag wird Airberlin einmal täglich in die ungarische Hauptstadt fliegen. die Berliner Fluggesellschaft reagiert damit auf den Marktaustritt des Codeshare-Partners. Gestrandete Malev-Passagiere können bis kommenden Mittwoch für 49 Euro (oneway) auf Airberlin umbuchen, teilte die Fluglinie am Freitag mit. (SZ/dpa)







