Wirtschaft
Freitag, 12. März 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Q-Cells-Chef Anton Milner tritt zurück
Der Mitgründer des Solarzellenherstellers fühlt sich mitschuldig am Katastrophenjahr 2009.
Bitterfeld. Der Vorstandschef des börsennotierten Solarzellenherstellers Q-Cells AG, Anton Milner, ist zurückgetreten. Er scheide mit sofortiger Wirkung aus, teilte der Aufsichtsrat von Q-Cells gestern nach einer Sitzung in Bitterfeld mit. Milners Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Nedim Cen.
Milner, der die Firma mitgegründet hat, übernimmt mit dem Rücktritt die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2009. Der börsennotierte Konzern hatte im vorigen Jahr fast 1,4 Milliarden Euro Verlust gemacht. Milner soll das Unternehmen weiterhin beraten. Sein Nachfolger Cen erklärte, angesichts des mit den Geschäftszahlen verbundenen Vertrauensverlusts am Kapitalmarkt habe Milner die Konsequenz gezogen. Milner selbst sagte: „In dieser Situation ist es im besten Interesse des Unternehmens, mein Amt niederzulegen und damit den Weg für einen Wechsel frei zu machen.“ Cen war im vorigen Sommer in die Firma gekommen. Er will das Wachstum von Großprojekten zugunsten eines Einstiegs in das Modul- und Kleinanlagengeschäft umschichten.
Q-Cells beschäftigt derzeit 2200 Mitarbeiter. Rund 500 Jobs waren 2009 gestrichen worden. Nach einem rasanten Aufstieg zum Vorzeigeunternehmen in Sachsen-Anhalt und zu einem der weltgrößten Solarzellenhersteller geriet Q-Cells mit der Wirtschaftskrise und dem dramatischen Preisverfall bei Solarzellen in Schwierigkeiten. (dpa)
Milner, der die Firma mitgegründet hat, übernimmt mit dem Rücktritt die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2009. Der börsennotierte Konzern hatte im vorigen Jahr fast 1,4 Milliarden Euro Verlust gemacht. Milner soll das Unternehmen weiterhin beraten. Sein Nachfolger Cen erklärte, angesichts des mit den Geschäftszahlen verbundenen Vertrauensverlusts am Kapitalmarkt habe Milner die Konsequenz gezogen. Milner selbst sagte: „In dieser Situation ist es im besten Interesse des Unternehmens, mein Amt niederzulegen und damit den Weg für einen Wechsel frei zu machen.“ Cen war im vorigen Sommer in die Firma gekommen. Er will das Wachstum von Großprojekten zugunsten eines Einstiegs in das Modul- und Kleinanlagengeschäft umschichten.
Q-Cells beschäftigt derzeit 2200 Mitarbeiter. Rund 500 Jobs waren 2009 gestrichen worden. Nach einem rasanten Aufstieg zum Vorzeigeunternehmen in Sachsen-Anhalt und zu einem der weltgrößten Solarzellenhersteller geriet Q-Cells mit der Wirtschaftskrise und dem dramatischen Preisverfall bei Solarzellen in Schwierigkeiten. (dpa)







