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Wirtschaft
Samstag, 4. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)

Porsche verschiebt Pläne für neuen Luxussportwagen

Von Heiko Lossie

Der Autobauer will erst einmal den Mini-Cayenne 2013 erfolgreich auf den Markt bringen. Zuvor steuert er aber auch 2012 auf neue Rekorde zu.

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Porsche-Vertriebschef Bernhard Maier erwartet gute Geschäfte in China. Foto:dpa

Stuttgart. Der Sportwagenhersteller Porsche ist mit einem Absatzplus ins neue Jahr gestartet. „Im Januar lagen alle unsere Märkte leicht über dem sehr starken Vorjahr. Insofern ist das ein guter Start“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier in Stuttgart. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr knapp 119 000 Wagen verkauft – so viele wie nie zuvor. In der zweiten Jahreshälfte dachten die Schwaben auch laut über Pläne für zwei ganz neue Autos nach. Doch von den Ideen rückten sie nun wieder ab.

Im vergangenen Jahr erwies sich vor allem Asien als Treiber – und dort allen voran China mit einem Plus von 65 Prozent. „Ich bin sicher, dass China auch 2012 für uns noch einmal mit Wachstum verbunden sein wird“, sagte Maier. „Wir rechnen dort erneut mit einem guten Jahr.“ Umsatz und Gewinn für 2011 sollen erst im März mitgeteilt werden. Tendenzen verriet Maier aber: „2011 war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte des Unternehmens“, sagte der Manager. „Unsere Auslieferungen an die Kunden sind um über 22 Prozent gestiegen – das wird auch Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben.“ Spätestens 2018 will Porsche 200 000 Autos verkaufen.

Was die Nachfrage anbelangt, müssen sich die Zuffenhausener auch keine Sorgen machen – sie ist manchmal fast schon eher zu groß. Denn als eine der größten Herausforderungen nannte der Vertriebs- und Marketingchef die langen Wartezeiten, mit denen die Kunden rechnen müssten. „Wir haben darauf reagiert. In Leipzig werden wir in wenigen Tagen auf einen Dreischichtbetrieb umstellen, um die Nachfrage auch bedienen zu können. Wir müssen bei den Wartezeiten wieder auf ein verträgliches, aber auch markenadäquates Maß zurückkommen.“ Der sächsische Standort mit rund 850 Beschäftigten wird derzeit erweitert. Dort soll 2013 der Cajun – ein Mini-Cayenne – vom Band rollen.

Bei Ideen für weitere neue Modelle tritt Porsche trotz seiner groß angelegten Wachstumsstrategie allerdings überraschend auf die Bremse. „Wir haben im Rahmen unserer Strategie natürlich auch überprüft, in welchen Segmenten wir noch zu Hause sein könnten. Aber wir haben erst gerade eben eine Vielzahl von neuen Produkten auf die Schiene gesetzt und die wollen wir jetzt erfolgreich in den Markt bringen“, berichtete Maier. Das Unternehmen hatte 2011 mit Plänen für einen kleinen offenen Zweisitzer (Roadster) und einen Luxussportwagen im Ferrari-Segment von sich Reden gemacht. Beides sei nicht mehr aktuell, sagte Maier. (dpa)



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