Wirtschaft
Samstag, 14. Januar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Maschinenbauer Manroland steht vor dem Verkauf
Dieses Wochenende fällt wohl die Entscheidung, was aus dem Plauener Werk wird. „Es wird grausam“, fürchten Gewerkschafter.
Augsburg/Plauen. Das Schicksal des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland könnte sich schon am Wochenende entscheiden. Nach dem Ablauf der Angebotsfrist am Freitag werde Insolvenzverwalter Werner Schneider vielleicht schon am Montag einen oder mehrere Käufer präsentieren, hieß es aus Unternehmenskreisen. Die Gespräche mit einem deutschen Investoren und mindestens einem weiteren Interessenten seien in der Schlussphase. Viele der 6500 Arbeitsplätze werden aber in jedem Fall verloren gehen: „Nächste Woche wird grausam“, sagte der Zwickauer IG-Metall-Bevollmächtigte Stefan Kademann.
Wahrscheinlich wird der Konzern zerschlagen. Es werde eher „getrennte Lösungen“ für die drei deutschen Standorte Augsburg, Offenbach und Plauen geben, hieß es aus Finanzkreisen. Für alle drei Werke gebe es ernsthafte Interessenten. Als ein aussichtsreicher Kaufinteressent wurde ein deutscher Investor genannt, chinesische Interessenten seien aus dem Rennen.
Gewerkschafter Kademann sprach am Freitag bei einer Demonstration von 700 Menschen in Plauen für den Erhalt der Manroland-Tochter Plamag von zwei Interessenten, die in die engere Auswahl gekommen seien und „im Prinzip seriöse Angebote“ vorgelegt hätten. Der Plauener Betriebsratschef Udo Meier nannte es die wahrscheinlichere Variante, dass die Plamag nur noch als gedrosselter Zulieferer von Augsburg erhalten bleibe. (dpa)
Wahrscheinlich wird der Konzern zerschlagen. Es werde eher „getrennte Lösungen“ für die drei deutschen Standorte Augsburg, Offenbach und Plauen geben, hieß es aus Finanzkreisen. Für alle drei Werke gebe es ernsthafte Interessenten. Als ein aussichtsreicher Kaufinteressent wurde ein deutscher Investor genannt, chinesische Interessenten seien aus dem Rennen.
Gewerkschafter Kademann sprach am Freitag bei einer Demonstration von 700 Menschen in Plauen für den Erhalt der Manroland-Tochter Plamag von zwei Interessenten, die in die engere Auswahl gekommen seien und „im Prinzip seriöse Angebote“ vorgelegt hätten. Der Plauener Betriebsratschef Udo Meier nannte es die wahrscheinlichere Variante, dass die Plamag nur noch als gedrosselter Zulieferer von Augsburg erhalten bleibe. (dpa)







