Wirtschaft
Dienstag, 9. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Die IG Metall verzichtet auf Lohnforderung
Von Isabell Scheuplein
Im Mittelpunkt der diesjährigen Tarifrunde steht der Erhalt von Jobs.
Frankfurt am Main. Die Industriegewerkschaft (IG) Metall setzt in der anstehenden Tarifrunde anstelle von Lohnerhöhungen auf die Sicherung von Arbeitsplätzen. IG-Metall-Chef Berthold Huber sagte der Zeitung „Die Welt“: „Jetzt geht es darum, dass die Krise nicht zur Katastrophe für die Arbeitsplätze wird.“ Der Gewerkschafter will mit den Arbeitgebern für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ein Jobpaket bis 2012 vereinbaren.
Die Entgelt-Tarifverträge laufen zwar erst Ende April aus, doch die Gewerkschaft sieht Chancen, in Abkehr vom traditionellen Tarifprozedere mit den Arbeitgebern bereits in den kommenden Wochen Regelungen zur Beschäftigungssicherung zu finden. „Wir können nicht immer dieselben Antworten geben“, sagte Huber. Eine Nullrunde lehnte er aber ab. Die Beschäftigten wollten eine Reallohnsicherung, entweder als lineare Erhöhung mit kurzer Laufzeit oder als Einmalbetrag. Auf eine konkrete Zahl wird die IG-Metall-Spitze wohl erstmals verzichten.
Kernpunkt ihres Jobpakets ist eine tarifliche Kurzarbeit für Betriebe, die sich die konjunkturelle Kurzarbeit nicht mehr leisten können. Die IG Metall bietet den Arbeitgebern gegen einen Teillohnausgleich eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 28 bis 26 Stunden an. Von der Bundesregierung verlangt die Gewerkschaft, den Teillohnausgleich befristet beitragsfrei zu stellen.
Die Arbeitgeber zeigten sich bislang offen für die Vorschläge der IG Metall zur Beschäftigungssicherung, lehnten zusätzliche Kosten aber ab. (apn)
Die Entgelt-Tarifverträge laufen zwar erst Ende April aus, doch die Gewerkschaft sieht Chancen, in Abkehr vom traditionellen Tarifprozedere mit den Arbeitgebern bereits in den kommenden Wochen Regelungen zur Beschäftigungssicherung zu finden. „Wir können nicht immer dieselben Antworten geben“, sagte Huber. Eine Nullrunde lehnte er aber ab. Die Beschäftigten wollten eine Reallohnsicherung, entweder als lineare Erhöhung mit kurzer Laufzeit oder als Einmalbetrag. Auf eine konkrete Zahl wird die IG-Metall-Spitze wohl erstmals verzichten.
Kernpunkt ihres Jobpakets ist eine tarifliche Kurzarbeit für Betriebe, die sich die konjunkturelle Kurzarbeit nicht mehr leisten können. Die IG Metall bietet den Arbeitgebern gegen einen Teillohnausgleich eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 28 bis 26 Stunden an. Von der Bundesregierung verlangt die Gewerkschaft, den Teillohnausgleich befristet beitragsfrei zu stellen.
Die Arbeitgeber zeigten sich bislang offen für die Vorschläge der IG Metall zur Beschäftigungssicherung, lehnten zusätzliche Kosten aber ab. (apn)






