Sachsen
Montag, 7. Dezember 2009
Neues Angebot an freie Radios
Leipzig - Im Streit um die Zukunft der freien Radios in Sachsen hat der Privatsender Radio Apollo am Montag ein Angebot auf den Tisch gelegt. Demnach bietet Apollo Radio blau (Leipzig), Radio t (Chemnitz) und coloRadio (Dresden) die Finanzierung von weiterhin 49 Stunden wöchentlicher Sendezeit auf seinen UKW-Frequenzen an. Allerdings sei das befristet für das Jahr 2010, wie ein Sprecher der dpa sagte. Außerdem soll erst ab 21.00 Uhr gesendet werden.
Bisher wurde an den Wochentagen ab 18.00 Uhr und an den Wochenenden ab 12.00 Uhr gesendet. „Die Kollegen hätten ein Jahr Zeit, sich um alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu kümmern“, sagte der Sprecher. Der Rechtsanwalt der freien Radios, Thomas Neie, nannte das Angebot nicht akzeptabel. Die Sendezeit-Verlagerung sei mit den publizistischen Zielen der Radios nicht vereinbar.
Die Zukunft der freien Radios wird am Mittwoch den sächsischen Landtag beschäftigen. Die Fraktionen der Grünen, der SPD und der Linken wollen die drohende Abschaltung thematisieren.
Für Radio blau, Radio t und coloRadio läuft die Finanzierung ihrer Sende- und Leitungskosten durch den Betreiber des Privatsenders Radio Apollo Ende des Jahres aus. Apollo wollte die Sendezeit der freien Radios auf seiner UKW-Frequenz reduzieren. Im Gegenzug wollte der Privatsender die Verbreitung über das Internet finanzieren. Dieses Angebot wurde abgelehnt. Die freien Radios befürchten, dass ihnen ein Großteil ihrer Hörerschaft verloren gehen könnte.
Apollo Radio ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer privater Radioanbieter, darunter Radio PSR und Hitradio RTL. Die jährlichen Sende- und Leitungskosten für die freien Radios belaufen sich auf rund 40 000 Euro und wurden bisher von Apollo übernommen. (dpa)
Bisher wurde an den Wochentagen ab 18.00 Uhr und an den Wochenenden ab 12.00 Uhr gesendet. „Die Kollegen hätten ein Jahr Zeit, sich um alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu kümmern“, sagte der Sprecher. Der Rechtsanwalt der freien Radios, Thomas Neie, nannte das Angebot nicht akzeptabel. Die Sendezeit-Verlagerung sei mit den publizistischen Zielen der Radios nicht vereinbar.
Die Zukunft der freien Radios wird am Mittwoch den sächsischen Landtag beschäftigen. Die Fraktionen der Grünen, der SPD und der Linken wollen die drohende Abschaltung thematisieren.
Für Radio blau, Radio t und coloRadio läuft die Finanzierung ihrer Sende- und Leitungskosten durch den Betreiber des Privatsenders Radio Apollo Ende des Jahres aus. Apollo wollte die Sendezeit der freien Radios auf seiner UKW-Frequenz reduzieren. Im Gegenzug wollte der Privatsender die Verbreitung über das Internet finanzieren. Dieses Angebot wurde abgelehnt. Die freien Radios befürchten, dass ihnen ein Großteil ihrer Hörerschaft verloren gehen könnte.
Apollo Radio ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer privater Radioanbieter, darunter Radio PSR und Hitradio RTL. Die jährlichen Sende- und Leitungskosten für die freien Radios belaufen sich auf rund 40 000 Euro und wurden bisher von Apollo übernommen. (dpa)






