Sachsen
Freitag, 10. Juni 2011
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Mammut-Studie untersucht zehn Jahre lang mehr als 10000 Kinder
Die Uniklinik Leipzig will Ursachen moderner Volkskrankheiten erforschen.
Leipzig. Die Meldungen häufen sich: Die Deutschen sind zu dick, haben häufiger Allergien, Diabetes und Depressionen oder fallen mit Burnout-Syndrom aus. Doch woher der Anstieg der sogenannten Volkskrankheiten kommt und was ihn begünstigt, darüber gibt es kaum Erkenntnisse. Eine Großstudie am Universitätsklinikum Leipzig will das ändern: Seit gestern läuft dort die Hauptstudie „Life Child“, mit der mehr als 10000 Kinder über zehn Jahre lang beobachtet und untersucht werden sollen.
„Diese Studie ist in ihrer Größenordnung einzigartig, und wir erhoffen uns viele Erkenntnisse zu Entstehung und Verlauf der Zivilisationskrankheiten“, sagt Wieland Kiess, Chef der Uni-Kinderklinik. Das Besondere an dieser Studie sei, dass sie eine hohe Zahl der gleichen Probanden über viele Jahre begleite und so das Zusammenspiel mehrerer Faktoren auf die Ausbildung einer Krankheit untersuchen könne.
„Frühere Studien legen nahe, dass die Basis für den Ausbruch einer Zivilisationskrankheit schon bei Kindern oder gar Säuglingen gelegt wird“, sagt Antje Körner. Sie untersucht mit ihrem Team vor allem das Auftreten von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) bei Kindern. Mit Fragebögen, motorischen Tests, Funktionsmessungen, und modernsten Methoden wie einem dreidimensionalen Körper-scan erfassen die Forscher einmal jährlich den Gesundheitszustand der Probanden.
„Life Child“ ist Teil der Leipziger Studie „Life“, für die 25000 Kinder und Erwachsene untersucht und befragt werden sollen. Beteiligt am Projekt sind 130 Wissenschaftler. Es wird mit 37 Millionen Euro von EU und Freistaat Sachsen zunächst bis Ende 2014 finanziert. (dpa)
„Diese Studie ist in ihrer Größenordnung einzigartig, und wir erhoffen uns viele Erkenntnisse zu Entstehung und Verlauf der Zivilisationskrankheiten“, sagt Wieland Kiess, Chef der Uni-Kinderklinik. Das Besondere an dieser Studie sei, dass sie eine hohe Zahl der gleichen Probanden über viele Jahre begleite und so das Zusammenspiel mehrerer Faktoren auf die Ausbildung einer Krankheit untersuchen könne.
„Frühere Studien legen nahe, dass die Basis für den Ausbruch einer Zivilisationskrankheit schon bei Kindern oder gar Säuglingen gelegt wird“, sagt Antje Körner. Sie untersucht mit ihrem Team vor allem das Auftreten von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) bei Kindern. Mit Fragebögen, motorischen Tests, Funktionsmessungen, und modernsten Methoden wie einem dreidimensionalen Körper-scan erfassen die Forscher einmal jährlich den Gesundheitszustand der Probanden.
„Life Child“ ist Teil der Leipziger Studie „Life“, für die 25000 Kinder und Erwachsene untersucht und befragt werden sollen. Beteiligt am Projekt sind 130 Wissenschaftler. Es wird mit 37 Millionen Euro von EU und Freistaat Sachsen zunächst bis Ende 2014 finanziert. (dpa)







