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Sachsen
Mittwoch, 26. Oktober 2011

Gequälter Sittich - Tierschützer setzen Belohnung aus


Flöha/Gerlingen. Ein gequälter Nymphensittich im mittelsächsischen Flöha ruft die Tierrechtsorganisation PETA auf den Plan: Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, setzte sie am Mittwoch eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus. Der Sittich war in einen Fahrkartenautomaten gezwängt worden.

„Ein Tier auszusetzen und in einen mit Bier gefüllten Geldrückgabeschacht zu sperren, ist schlimme Tierquälerei“, erklärte eine PETA-Sprecherin. Es bestehe die Gefahr, dass der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurückschreckten. Zugleich forderte die Organisation, den Verkauf von Tieren im Zoohandel zu verbieten.

Ein Mann hatte den Vogel am Samstag in der Unterführung des Bahnhofs in Flöha entdeckt, als er eine Fahrkarte kaufen wollte. Der 15 Zentimeter große Sittich steckte im Geldrückgabeschacht. Seine Rettung verdankt der Vogel einem Feuerwehrmann. Nachdem Polizisten mit ihren Befreiungsversuchen gescheitert waren, schaffte es der vom Oberbürgermeister der Stadt eingeschaltete Hobby-Vogelzüchter, den Sittich unverletzt aus dem Schacht zu winden.

Dabei soll der Retter mehrfach in den Finger gebissen worden sein. Später berichtete der 31-Jährige, dass es dem beringten Sittich gut gehe. Nach seinem Eindruck sei der Vogel aber vom Bier ein wenig beschwipst gewesen. (dpa)


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