Sachsen
Freitag, 28. Mai 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Dresden streicht Geld für Schulbücher
Von Denni Klein
Alle Schulen müssen bei Lehrmitteln 15 Prozent sparen. Die Direktoren warnen: Nicht jedes Kind wird ein Schulbuch haben.
In sz-online
Finanzbürgermeister watscht Dresdner ab
sz-exklusiv-Artikel
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Eltern müssen jetzt erst recht kämpfen
Denni Klein zu den massiven Kürzungen bei Schulen
Denni Klein zu den massiven Kürzungen bei Schulen
Dresden. Die Schüler in Dresden werden sich im nächsten Schuljahr möglicherweise ihre Lehrbücher teilen müssen. Das Rathaus hat den Schulen kurzfristig das Geld für Lehrmittel gekürzt. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) ordnete eine fünfprozentige Haushaltssperre an. Das Schulverwaltungsamt setzte die Sperre bei den Lehrmitteln um: Die Schulen müssen nun 15 Prozent bei der Anschaffung von Büchern und Arbeitsmaterialien wie Landkarten, Chemikalien, Modellen oder Kopien sparen. Geld für Exkursionen und Schulfahrten ist gesperrt. Die Grundreinigung der Schulen in den Sommerferien ist bereits gestrichen worden. Die Stadt will so 1,2 Millionen Euro sparen.
CDU-Schulbürgermeister Winfried Lehmann kritisiert den Kurs des Kämmerers. „Ich sehe kein Sparpotenzial mehr an Schulen. Wir gehen bei Sauberkeit und Ausstattung jetzt in die Mangelwirtschaft rein. Die Abstriche sind nicht mehr vertretbar.“ Lehmann warnt davor, dass der ständige Schulbetrieb gefährdet werde. „Kommt es so weit, wird damit die Schulpflicht verletzt.“ Er kritisierte auch die Landesregierung. „Das Kultusministerium darf sich hier nicht aus seiner Verantwortung für Bildung ziehen.“ Bei Gefahr im Verzug stehe er persönlich dafür ein, dass geholfen werde. „Wir hoffen, im Herbst bei akuten Mangelsituationen noch Geld nachschieben zu können. Jedes Kind muss Lehrbücher erhalten.“
Die Schulleiter sehen die schulische Bildung nach jahrelangen Kürzungsorgien in Gefahr. Sie kündigen massiven Protest gegen die Streichung an. Nach SZ-Informationen drohen sie dem Schulverwaltungsamt damit, geschlossen die Schultelefone abzumelden, um Bücher kaufen zu können.
Mehr zum Thema lesen Sie heute in der Dresdner Ausgabe der Sächsischen Zeitung oder hier im Internet bei sz-exklusiv.
CDU-Schulbürgermeister Winfried Lehmann kritisiert den Kurs des Kämmerers. „Ich sehe kein Sparpotenzial mehr an Schulen. Wir gehen bei Sauberkeit und Ausstattung jetzt in die Mangelwirtschaft rein. Die Abstriche sind nicht mehr vertretbar.“ Lehmann warnt davor, dass der ständige Schulbetrieb gefährdet werde. „Kommt es so weit, wird damit die Schulpflicht verletzt.“ Er kritisierte auch die Landesregierung. „Das Kultusministerium darf sich hier nicht aus seiner Verantwortung für Bildung ziehen.“ Bei Gefahr im Verzug stehe er persönlich dafür ein, dass geholfen werde. „Wir hoffen, im Herbst bei akuten Mangelsituationen noch Geld nachschieben zu können. Jedes Kind muss Lehrbücher erhalten.“
Die Schulleiter sehen die schulische Bildung nach jahrelangen Kürzungsorgien in Gefahr. Sie kündigen massiven Protest gegen die Streichung an. Nach SZ-Informationen drohen sie dem Schulverwaltungsamt damit, geschlossen die Schultelefone abzumelden, um Bücher kaufen zu können.
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