Sachsen
Montag, 23. Mai 2011
Halle mit Sondermüll abgebrannt
Erst eine Verpuffung, dann lodernde Flammen: In Lauta ist eine Halle zur Lagerung von Sondermüll abgebrannt. Anwohner wurden zwar aufgefordert, Fenster und Türen nicht zu öffnen, aber laut Polizei bestanden keine Gesundheitsgefahren.
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Lauta. Eine Halle, in der Sondermüll zur Entsorgung gelagert wurde, ist in der Nacht zum Montag in Lauta bei Hoyerswerda abgebrannt. Aus noch ungeklärter Ursache kam es kurz vor Mitternacht erst zu Verpuffungen, dann schlugen Flammen aus der Lagerhalle, in der unter anderem Farben und Lacke untergebracht waren. Rauchwolken standen über dem Gelände.
Für die Anwohner habe jedoch keine Gesundheitsgefahr bestanden, teilte die Polizei in Görlitz am Montag mit. „Es traten zu keiner Zeit gesundheitsgefährdende Stoffe in die Umwelt“, sagte ein Sprecher. Noch in der Nacht seien Schadstoff-Messwagen im Einsatz gewesen. Außerdem sei wegen der starken Rauchentwicklung geprüft worden, ob einzelne Straßenzüge in Lauta evakuiert werden müssten. Anwohner der Hoyerswerdaer Stadtteile Schwarzkollm und Bröthen seien mit Lautsprecherdurchsagen und über den Verkehrsfunk angehalten worden, wegen des Qualms Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Was alles in der Halle war, ist unklar
„Um sieben Uhr hatte die Feuerwehr alles unter Kontrolle“, sagte der Polizeisprecher. Dennoch seien Einsatzkräfte noch bis zum Montagvormittag im Einsatz gewesen, um ein Auflodern der Flammen zu verhindern und einzelne Glutnester zu löschen. „Ob sich neben Farben und Lacken weitere Stoffe in der Halle befunden haben, wird jetzt die Kripo zusammen mit dem Inhaber des Entsorgungsbetriebs prüfen.“
Johannes Lichdi, Grünen-Obmann im Abfall-Untersuchungsausschuss des Landtags, forderte am Montag eine genaue Auskunft darüber, welche Abfälle in der Entsorgungsanlage in Lauta gelagert und welche Schadstoffe durch den Brand freigesetzt wurden. „Die Mär von den brandsicheren Abfall-Entsorgungsanlagen in Sachsen ist mit dem Brand in Lauta erneut widerlegt worden“, sagte Lichdi. Auf sächsischen Müllentsorgungsanlagen komme es immer wieder zu Bränden, mindestens ein Drittel gehe dabei nach Erkenntnissen des Ausschusses auf Brandstiftung zurück. (dpa)
Für die Anwohner habe jedoch keine Gesundheitsgefahr bestanden, teilte die Polizei in Görlitz am Montag mit. „Es traten zu keiner Zeit gesundheitsgefährdende Stoffe in die Umwelt“, sagte ein Sprecher. Noch in der Nacht seien Schadstoff-Messwagen im Einsatz gewesen. Außerdem sei wegen der starken Rauchentwicklung geprüft worden, ob einzelne Straßenzüge in Lauta evakuiert werden müssten. Anwohner der Hoyerswerdaer Stadtteile Schwarzkollm und Bröthen seien mit Lautsprecherdurchsagen und über den Verkehrsfunk angehalten worden, wegen des Qualms Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Was alles in der Halle war, ist unklar
„Um sieben Uhr hatte die Feuerwehr alles unter Kontrolle“, sagte der Polizeisprecher. Dennoch seien Einsatzkräfte noch bis zum Montagvormittag im Einsatz gewesen, um ein Auflodern der Flammen zu verhindern und einzelne Glutnester zu löschen. „Ob sich neben Farben und Lacken weitere Stoffe in der Halle befunden haben, wird jetzt die Kripo zusammen mit dem Inhaber des Entsorgungsbetriebs prüfen.“
Johannes Lichdi, Grünen-Obmann im Abfall-Untersuchungsausschuss des Landtags, forderte am Montag eine genaue Auskunft darüber, welche Abfälle in der Entsorgungsanlage in Lauta gelagert und welche Schadstoffe durch den Brand freigesetzt wurden. „Die Mär von den brandsicheren Abfall-Entsorgungsanlagen in Sachsen ist mit dem Brand in Lauta erneut widerlegt worden“, sagte Lichdi. Auf sächsischen Müllentsorgungsanlagen komme es immer wieder zu Bränden, mindestens ein Drittel gehe dabei nach Erkenntnissen des Ausschusses auf Brandstiftung zurück. (dpa)








