Sachsen
Freitag, 4. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Behörde rettet 120 Hunde aus Uhyster Hof
Von Gabriele Naß, Ingolf Reinsch
Die Tiere sind in einem erbärmlichen Zustand. Sächsische Tierheime nehmen sie auf.
Uhyst - Das Grundstück in dem Bauernhof gleicht einer Festung: hoher Zaun, kein Eingang, keine Klingel, rufen zwecklos. Frau S., Anfang 50, hatte bis gestern in Uhyst am Taucher rund 120 Jack-Russel-Terrier gehalten. Das Veterinäramt des Landkreises Bautzen setzte dem ein Ende und ließ in einer groß angelegten Aktion rund 100 Tiere einsammeln. Die Hunde werden von Tierheimen, unter anderem in Bloaschütz, Niesky und Freiberg, aufgenommen. Viele sind verwahrlost, haben Bisswunden und geschwollene Beine. Mehrfach erteilte Auflagen des Veterinäramtes, die Zahl der Hunde zu reduzieren und die hygienischen Bedingungen zu verbessern, hat die Besitzerin ignoriert, sagte Gernot Schweitzer, Sprecher des Landratsamtes. Sie klagte gegen die Auflagen; das Verwaltungsgericht Dresden gab jedoch dem Landkreis Recht und ermöglichte gestern die Aktion.
Besitzerin wurde betreut
Neben Behördenvertretern und Tierschützern war auch die Polizei da. Sie brachte die Ausrüstung ihrer Hundestaffel mit – beißsichere Schutzanzüge für Polizeibeamte und Tierheimmitarbeiter, die die Hunde einfingen. Stundenlang dauerte die Aktion. Die Besitzerin versuchte immer wieder, ihre Hunde „zu retten“. Augenzeugen berichten, sie habe sie vor dem Räumtrupp verstecken oder davonlaufen lassen wollen. Polizei-Einsatzleiter Roland Fleischer vom Polizeirevierverbund Bautzen-Bischofswerda erklärte, man habe Frau S. daraufhin des Grundstücks verweisen müssen. Von der Amtsärztin wurde sie bis zum Ende der Aktion in einem Polizeiauto vor dem Bauernhof betreut.
Nachbarn hatten mit Anzeigen seit Jahren auf das Problem der nicht artgerechten Hundehaltung aufmerksam gemacht. 20 Hunde darf die Uhysterin behalten. Die Tiere muss sie kastrieren lassen. Das Landratsamt werde das kontrollieren, sagte dessen Sprecher.
Besitzerin wurde betreut
Neben Behördenvertretern und Tierschützern war auch die Polizei da. Sie brachte die Ausrüstung ihrer Hundestaffel mit – beißsichere Schutzanzüge für Polizeibeamte und Tierheimmitarbeiter, die die Hunde einfingen. Stundenlang dauerte die Aktion. Die Besitzerin versuchte immer wieder, ihre Hunde „zu retten“. Augenzeugen berichten, sie habe sie vor dem Räumtrupp verstecken oder davonlaufen lassen wollen. Polizei-Einsatzleiter Roland Fleischer vom Polizeirevierverbund Bautzen-Bischofswerda erklärte, man habe Frau S. daraufhin des Grundstücks verweisen müssen. Von der Amtsärztin wurde sie bis zum Ende der Aktion in einem Polizeiauto vor dem Bauernhof betreut.
Nachbarn hatten mit Anzeigen seit Jahren auf das Problem der nicht artgerechten Hundehaltung aufmerksam gemacht. 20 Hunde darf die Uhysterin behalten. Die Tiere muss sie kastrieren lassen. Das Landratsamt werde das kontrollieren, sagte dessen Sprecher.






