Sport
Mittwoch, 28. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Wallraff will mit Dynamos Fans diskutieren
Weil der Journalist bei seinem aktuellen Projekt angepöbelt wurde, sucht er jetzt das Gespräch.
Dynamos Fans haben es ins Kino geschafft. SiespieleneineNebenrolle in Günter Wallraffs Film „Schwarz auf Weiß“, der vergangene Woche Premiere hatte. Einen Grund, darauf stolz zu sein, gibt es allerdings nicht. Denn in der Dokumentation tourt der Enthüllungsjournalist als dunkelhäutiger Flüchtling aus Somalia durch Deutschland. Ausgerüstet mit Mikrofon und Mini-Kamera will Wallraff auf den alltäglichen Rassismus aufmerksam machen. Er scheitert unter anderem in Köln bei der Wohnungssuche, ist unerwünscht auf Campingplätzen und trifft – jetzt kommt der hiesige Fußball-Drittligist ins Spiel – auf eine Gruppe pöbelnder Dynamo-Anhänger, die ihn beschimpft.
Zurück in seiner wahren Identität will Wallraff nun eine Debatte über Rassismus auslösen. Auch in Dresden, am liebsten mit den Fans von Dynamo. Denen möchte der 67-Jährige seinen Film zeigen und danach mit ihnen diskutieren. Das Fanprojekt Dresden hat gestern bereits Kontakt mit Wallraff aufgenommen. Auch die SG Dynamo Dresden begrüßt das Vorhaben und hat Unterstützung angekündigt.
Mehr Sicherheit gegen Haching
Es wäre eine gute Gelegenheit zur Imageverbesserung, nachdem der Klub zuletzt durch Böllerwürfe aus dem eigenen Fanblock negativ in die Schlagzeilen geriet. Weil den Dynamos als Wiederholungstäter ein Geisterspiel ohne Publikum droht, verschärft der Verein beim Heimspiel am Sonnabend gegen die SpVgg Unterhaching die Sicherheitsvorkehrungen. Im Stadion herrscht ein striktes Alkoholverbot. Die Anzahl der Ordner wird deutlich erhöht, an den Eingängen zudem Sprengstoff-Suchhunde eingesetzt. Um den erhöhten Aufwand zu finanzieren, werden die Preise der Stehplatztickets einmalig um einen Euro erhöht. „Die Reaktionen der Fans waren bislang weitgehend positiv“, sagt Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach. Es gehe nicht darum, bestimmte Fangruppen zu bestrafen. Der Verein reagiere vielmehr auf den erneuten Böllerwurf „in einem ersten und hoffentlich letzten Schritt“. Für das Spiel gegen den Tabellensechsten wurden bislang etwa 8000 Tickets verkauft. Die SGD rechnet insgesamt mit bis zu 17000 Zuschauern. (SZ/-yer)
Maik Wagefeld, der zuletzt wegen Knieproblemen fehlte, wurde noch einmal intensiv untersucht . Die Dynamo-Ärzte diagnostizierten bei ihm eine Reizung und Entzündung des Innenbandes im rechten Knie und verordneten dem Mittelfeldspieler eine Woche Lauftraining.
Zurück in seiner wahren Identität will Wallraff nun eine Debatte über Rassismus auslösen. Auch in Dresden, am liebsten mit den Fans von Dynamo. Denen möchte der 67-Jährige seinen Film zeigen und danach mit ihnen diskutieren. Das Fanprojekt Dresden hat gestern bereits Kontakt mit Wallraff aufgenommen. Auch die SG Dynamo Dresden begrüßt das Vorhaben und hat Unterstützung angekündigt.
Mehr Sicherheit gegen Haching
Es wäre eine gute Gelegenheit zur Imageverbesserung, nachdem der Klub zuletzt durch Böllerwürfe aus dem eigenen Fanblock negativ in die Schlagzeilen geriet. Weil den Dynamos als Wiederholungstäter ein Geisterspiel ohne Publikum droht, verschärft der Verein beim Heimspiel am Sonnabend gegen die SpVgg Unterhaching die Sicherheitsvorkehrungen. Im Stadion herrscht ein striktes Alkoholverbot. Die Anzahl der Ordner wird deutlich erhöht, an den Eingängen zudem Sprengstoff-Suchhunde eingesetzt. Um den erhöhten Aufwand zu finanzieren, werden die Preise der Stehplatztickets einmalig um einen Euro erhöht. „Die Reaktionen der Fans waren bislang weitgehend positiv“, sagt Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach. Es gehe nicht darum, bestimmte Fangruppen zu bestrafen. Der Verein reagiere vielmehr auf den erneuten Böllerwurf „in einem ersten und hoffentlich letzten Schritt“. Für das Spiel gegen den Tabellensechsten wurden bislang etwa 8000 Tickets verkauft. Die SGD rechnet insgesamt mit bis zu 17000 Zuschauern. (SZ/-yer)
Maik Wagefeld, der zuletzt wegen Knieproblemen fehlte, wurde noch einmal intensiv untersucht . Die Dynamo-Ärzte diagnostizierten bei ihm eine Reizung und Entzündung des Innenbandes im rechten Knie und verordneten dem Mittelfeldspieler eine Woche Lauftraining.








