Sport
Samstag, 4. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
EISSCHNELLLAUF
Pechstein bekommt Eliteförderung
Die Olympiasiegerin freut und ärgert sich zugleich – über die Vorwürfe gegen sie im Zusammenhang mit einem Erfurter Mediziner.
Sie läuft und läuft und läuft: Claudia Pechstein – möglicherweise auch noch 2018 in Pyeongchang. Foto: dpa/Tibor Illyes
In sz-online
Pechstein dachte an Selbstmord
In ihrer Autobiografie gibt die wegen Dopings gesperrte Olympiasiegerin Einblicke in ihr Seelenleben.
In ihrer Autobiografie gibt die wegen Dopings gesperrte Olympiasiegerin Einblicke in ihr Seelenleben.
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Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat am Freitag „mit Unverständnis“ auf den Bericht der ARD-Sportschau zu den Ermittlungen gegen den ehemaligen Arzt Andreas Franke am Olympiastützpunkt Thüringen reagiert. Auf der Liste der behandelten Sportler waren neben 28 weiteren Namen auch die von Claudia Pechstein und Judith Hesse aufgetaucht. „Er ist aus rechtlicher als auch aus medizinischer Sicht eine unkorrekte Darstellung und belastet das laufende Ermittlungsverfahren“, sagte DESG-Präsident Gerd Heinze.
Vielleicht bis 2018 in Südkorea
Eine ARD-Sprecherin wollte diese Darstellung nicht kommentieren, verwies aber darauf, „dass in dem Sportschau-Beitrag vom vergangenen Sonntag der Vizepräsident und Medizinchef der Wada, Arne Ljungqvist, eindeutig festgestellt hat, dass die Einführung von Blut, Blutzellen oder blutzellenähnlichen Produkten ohne begründete gesundheitliche Notwendigkeit verboten ist, ebenso wie andere Infusionen auch.“
Die DESG griff den Beitrag scharf an. „Die auf rechtlich unzulässigem Weg erworbene und lancierte Namensliste von möglicherweise behandelten Sportlern und die selektive Veröffentlichung von einzelnen Sportlern stellt eine unerträgliche Vorverurteilung der benannten Sportler dar“, stand in ihrer Erklärung. „Auf der Grundlage von Vermutungen wird geltendes Recht missachtet und den Sportlern Schaden zugefügt. Im Zusammenhang mit der korrekten Darstellung über das fahrlässige Handeln des Mediziners wird in unzulässiger Weise gleichzeitig ein Eigenverschulden der Sportler suggeriert, die sich vertrauensvoll zur Behandlung an den zuständigen OSP-Mediziner gewandt hatten“, beklagte die DESG. Derweil nahm die Stiftung Deutsche Sporthilfe die fünffache Olympiasiegerin, die bis zum Februar 2011 wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrt war, rückwirkend in die Eliteförderung auf. „Claudia Pechstein wird behandelt wie jede andere Sportlerin auch“, sagte Vorstandsmitglied Jörg Adami. „Die Gutachter der Sporthilfe haben dem Antrag rückwirkend zum 1. Juli 2011 zugestimmt.“
Nada ermittelt gegen Hesse
Die Berlinerin reagierte erfreut. „Das ist eine sehr gute Nachricht, die ich mir aufgrund meiner sportlichen Leistungen verdient habe“, sagte sie. Die 39-Jährige kündigte an, dass die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nicht ihre letzten sein müssen. „So lange mir mein Sport so viel Freude bereitet und ich nicht nur in Deutschland sondern auch international viele der jüngeren Läuferinnen hinter mir lassen kann, werde ich weiter übers Eis gleiten. Möglicherweise auch noch 2018 in Pyeongchang.“
Die DESG habe sich im Zuge der Ermittlungen gegen Franke korrekt verhalten, sagte Heinze. „Der Verband ist seiner Verantwortung nachgekommen und hatte bereits Anfang Mai 2011 in enger Zusammenarbeit mit der Nada und der Athletin das Verfahren zur rechtlichen Klärung initiiert“, schreibt Heinze und bezog sich damit auf die Erfurterin Judith Hesse, gegen die von der Nationalen Anti-Doping-Agentur eine Disziplinarverfahren eingeleitet wurde. (dpa)
Vielleicht bis 2018 in Südkorea
Eine ARD-Sprecherin wollte diese Darstellung nicht kommentieren, verwies aber darauf, „dass in dem Sportschau-Beitrag vom vergangenen Sonntag der Vizepräsident und Medizinchef der Wada, Arne Ljungqvist, eindeutig festgestellt hat, dass die Einführung von Blut, Blutzellen oder blutzellenähnlichen Produkten ohne begründete gesundheitliche Notwendigkeit verboten ist, ebenso wie andere Infusionen auch.“
Die DESG griff den Beitrag scharf an. „Die auf rechtlich unzulässigem Weg erworbene und lancierte Namensliste von möglicherweise behandelten Sportlern und die selektive Veröffentlichung von einzelnen Sportlern stellt eine unerträgliche Vorverurteilung der benannten Sportler dar“, stand in ihrer Erklärung. „Auf der Grundlage von Vermutungen wird geltendes Recht missachtet und den Sportlern Schaden zugefügt. Im Zusammenhang mit der korrekten Darstellung über das fahrlässige Handeln des Mediziners wird in unzulässiger Weise gleichzeitig ein Eigenverschulden der Sportler suggeriert, die sich vertrauensvoll zur Behandlung an den zuständigen OSP-Mediziner gewandt hatten“, beklagte die DESG. Derweil nahm die Stiftung Deutsche Sporthilfe die fünffache Olympiasiegerin, die bis zum Februar 2011 wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrt war, rückwirkend in die Eliteförderung auf. „Claudia Pechstein wird behandelt wie jede andere Sportlerin auch“, sagte Vorstandsmitglied Jörg Adami. „Die Gutachter der Sporthilfe haben dem Antrag rückwirkend zum 1. Juli 2011 zugestimmt.“
Nada ermittelt gegen Hesse
Die Berlinerin reagierte erfreut. „Das ist eine sehr gute Nachricht, die ich mir aufgrund meiner sportlichen Leistungen verdient habe“, sagte sie. Die 39-Jährige kündigte an, dass die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nicht ihre letzten sein müssen. „So lange mir mein Sport so viel Freude bereitet und ich nicht nur in Deutschland sondern auch international viele der jüngeren Läuferinnen hinter mir lassen kann, werde ich weiter übers Eis gleiten. Möglicherweise auch noch 2018 in Pyeongchang.“
Die DESG habe sich im Zuge der Ermittlungen gegen Franke korrekt verhalten, sagte Heinze. „Der Verband ist seiner Verantwortung nachgekommen und hatte bereits Anfang Mai 2011 in enger Zusammenarbeit mit der Nada und der Athletin das Verfahren zur rechtlichen Klärung initiiert“, schreibt Heinze und bezog sich damit auf die Erfurterin Judith Hesse, gegen die von der Nationalen Anti-Doping-Agentur eine Disziplinarverfahren eingeleitet wurde. (dpa)








