Ratgeber
Freitag, 16. September 2011
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Sie haben 2.368.645 Treffer!
Von Andreas Rentsch
Wer ein paar Tricks kennt, findet im Internet schneller das Gesuchte. Nicht immer ist Google dafür das beste Werkzeug – im Gegenteil.
Wer etwas im Internet sucht, tippt meist die relevanten Begriffe hintereinander in die Suchmaschine. Doch zeigt die Trefferliste wirklich die gewünschten Ergebnisse? Aufmerksamkeitstests haben ergeben, dass viele Nutzer nicht zwischen Anzeigen ganz oben und den ersten echten Suchmaschinentreffern darunter unterscheiden. Sie klicken eine Reklame an und glauben, die richtige Seite gefunden zu haben. Dabei würde es oft schon genügen, schräg von der Seite auf den Bildschirm zu schauen: Dann sind die blassgelb unterlegten Anzeigen besser sichtbar. Doch es gibt noch mehr Tricks, um die Suche zu verbessern. Sieben Tipps für Google, Bing & Co.
1. Verwenden Sie Operatoren
Die meisten Internetsuchmaschinen können mit Operatoren umgehen. Das sind Verknüpfungen von Begriffen, mit denen die Suche präzisiert werden kann. Die wichtigsten sind das Plus- und das Minuszeichen, OR, die Tilde (~) und das Sternchen (*). Stellt man dem Suchbegriff ohne Leerzeichen ein + voran, sucht Google nur genau diese Schreibweise des Begriffs. Durch das Präfix – schließt man exakt diesen Begriff aus. „Das ist sehr nützlich, wenn man viele unsinnige Suchergebnisse ausschließen will“, sagt Falko Hansen vom Onlineportal teltarif.de. OR sucht nach beiden Varianten. Tilden benutzt man, wenn man auch Synonyme des gewünschten Begriffs aufspüren will.
Setzt man zwei oder mehr Wörter in Anführungszeichen, werden nur die Seiten angegeben, auf denen genau diese Phrase zu finden ist. Das ist hilfreich, wenn man einen bestimmten Namen sucht. Das Sternchen funktioniert als Platzhalter. Sucht man also alle Vornamen des Ex-Verteidigungsministers zu Guttenberg, sollte man „karl-theodor“ * „zu guttenberg“ in die Suchmaske eingeben. Schon auf der ersten Ergebnisseite wird man fündig. Es sind insgesamt acht Namen: Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester.
Eine komplette Operatoren-Liste findet sich auf googleguide.com. Ins Deutsche übersetzt findet sich die Liste auf der Internetpräsenz des Studenten Gregor Möllring.
2. Suchen Sie Datenformate
Sie wollen ein altes Handy bei Ebay versteigern, finden aber die technischen Daten dazu nicht mehr? Tippen Sie filetype:pdf und den Handytyp ein, und Sie bekommen das passende, möglicherweise sogar originale Datenblatt des Herstellers. Diese Suche funktioniert genauso für Excel- und Powerpoint-Dokumente, Bilder im JPG-Format oder Textdateien im RTF- oder DOC-Format.
Der Parameter site: durchsucht eine Internetseite und all ihre Unterseiten. Jegliche Berichterstattung übers iPhone auf sz-online.de findet sich also mit der Suchphrase „site:sz-online.de iphone“. Selbst Top-Level-Domains wie .de oder .org lassen sich so durchsuchen.
3. Stöbern Sie im Cache
Das Netz verändert sich ständig. Dann hilft Googles Cache, ein Abbild der Seite zu einem früheren Zeitpunkt. Mit dem Parameter cache: und der vollständigen Adresse einer Internetseite kann man selbst Inhalte abrufen, die dort vor ein paar Jahren standen.
4. Stellen Sie keine Fragen
Eine Internetsuchmaschine versteht Fragen (noch) nicht wie ein menschlicher Gesprächspartner. Google erklärt, häufig auftauchende Wörter und Satzzeichen würden weniger beachtet. Das heißt, von einer Frage wie „Wie starb Elvis Presley?“ sind zunächst nur die Begriffe „starb“, Elvis“ und „Presley“ relevant. In den Ergebnissen finden sich nun auch Seiten, die darüber Auskunft geben, wann er starb. Und einige nennen sogar die offizielle Todesursache, den plötzlichen Herztod. Google arbeite intensiv daran, „den Zweck einer Frage auch wirklich zu verstehen“, sagt Firmensprecher Klaas Flechsig.
Was diese „semantische Suche“ kann, zeigt in Ansätzen Wolfram Alpha, eine nur in Englisch verfügbare Antwortmaschine. Die Seite hilft schon jetzt ziemlich gut bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen weiter.
5. Nutzen Sie Zusatzdienste
Google und Bing bieten neben der normalen Web-Suche noch diverse Zusatzdienste an. Am geläufigsten ist die Bilder-, Video- und News-Suche. Allerdings sollte man wissen, dass dabei manche Nachrichtenangebote außen vor bleiben. Teltarif weist darauf hin, dass Google einige Verbrauchermedien nicht mehr listet – darunter Vergleichsportale wie verivox.de und toptarif.de oder Onlinemagazine wie areamobile.de. Nach welchen Kriterien Google Seiten ausschließt, habe der Konzern nicht mitgeteilt, so Teltarif-Sprecherin Rafaela Möhl.
6. Suchen Sie mehrgleisig
Wer sichergehen will, die relevantesten Seiten zu einem Suchbegriff zu finden, sollte auch Bing oder Yahoo nutzen. Deren Trefferlisten differieren, da Microsoft und Google jeweils eigene Suchalgorithmen anwenden. Einen direkten Treffervergleich liefert übrigens die Seite http://blindsearch.fejus.com. Eine gute Alternative ist auch Ixquick.
7. Suchen Sie international
Da Google anhand der IP-Adresse eines PC den Standort des Nutzers bestimmen kann, wird einem in Deutschland sofort google.de angeboten. Allerdings bekommt man hier teilweise andere Suchergebnisse angezeigt als auf google.com.au oder google.co.uk. Den Rückverweis auf die jeweilige Länderseite verhindert man, wenn man google.com/ncr eingibt. Das Kürzel steht für „No Country Redirect“.
1. Verwenden Sie Operatoren
Die meisten Internetsuchmaschinen können mit Operatoren umgehen. Das sind Verknüpfungen von Begriffen, mit denen die Suche präzisiert werden kann. Die wichtigsten sind das Plus- und das Minuszeichen, OR, die Tilde (~) und das Sternchen (*). Stellt man dem Suchbegriff ohne Leerzeichen ein + voran, sucht Google nur genau diese Schreibweise des Begriffs. Durch das Präfix – schließt man exakt diesen Begriff aus. „Das ist sehr nützlich, wenn man viele unsinnige Suchergebnisse ausschließen will“, sagt Falko Hansen vom Onlineportal teltarif.de. OR sucht nach beiden Varianten. Tilden benutzt man, wenn man auch Synonyme des gewünschten Begriffs aufspüren will.
Setzt man zwei oder mehr Wörter in Anführungszeichen, werden nur die Seiten angegeben, auf denen genau diese Phrase zu finden ist. Das ist hilfreich, wenn man einen bestimmten Namen sucht. Das Sternchen funktioniert als Platzhalter. Sucht man also alle Vornamen des Ex-Verteidigungsministers zu Guttenberg, sollte man „karl-theodor“ * „zu guttenberg“ in die Suchmaske eingeben. Schon auf der ersten Ergebnisseite wird man fündig. Es sind insgesamt acht Namen: Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester.
Eine komplette Operatoren-Liste findet sich auf googleguide.com. Ins Deutsche übersetzt findet sich die Liste auf der Internetpräsenz des Studenten Gregor Möllring.
2. Suchen Sie Datenformate
Sie wollen ein altes Handy bei Ebay versteigern, finden aber die technischen Daten dazu nicht mehr? Tippen Sie filetype:pdf und den Handytyp ein, und Sie bekommen das passende, möglicherweise sogar originale Datenblatt des Herstellers. Diese Suche funktioniert genauso für Excel- und Powerpoint-Dokumente, Bilder im JPG-Format oder Textdateien im RTF- oder DOC-Format.
Der Parameter site: durchsucht eine Internetseite und all ihre Unterseiten. Jegliche Berichterstattung übers iPhone auf sz-online.de findet sich also mit der Suchphrase „site:sz-online.de iphone“. Selbst Top-Level-Domains wie .de oder .org lassen sich so durchsuchen.
3. Stöbern Sie im Cache
Das Netz verändert sich ständig. Dann hilft Googles Cache, ein Abbild der Seite zu einem früheren Zeitpunkt. Mit dem Parameter cache: und der vollständigen Adresse einer Internetseite kann man selbst Inhalte abrufen, die dort vor ein paar Jahren standen.
4. Stellen Sie keine Fragen
Eine Internetsuchmaschine versteht Fragen (noch) nicht wie ein menschlicher Gesprächspartner. Google erklärt, häufig auftauchende Wörter und Satzzeichen würden weniger beachtet. Das heißt, von einer Frage wie „Wie starb Elvis Presley?“ sind zunächst nur die Begriffe „starb“, Elvis“ und „Presley“ relevant. In den Ergebnissen finden sich nun auch Seiten, die darüber Auskunft geben, wann er starb. Und einige nennen sogar die offizielle Todesursache, den plötzlichen Herztod. Google arbeite intensiv daran, „den Zweck einer Frage auch wirklich zu verstehen“, sagt Firmensprecher Klaas Flechsig.
Was diese „semantische Suche“ kann, zeigt in Ansätzen Wolfram Alpha, eine nur in Englisch verfügbare Antwortmaschine. Die Seite hilft schon jetzt ziemlich gut bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen weiter.
5. Nutzen Sie Zusatzdienste
Google und Bing bieten neben der normalen Web-Suche noch diverse Zusatzdienste an. Am geläufigsten ist die Bilder-, Video- und News-Suche. Allerdings sollte man wissen, dass dabei manche Nachrichtenangebote außen vor bleiben. Teltarif weist darauf hin, dass Google einige Verbrauchermedien nicht mehr listet – darunter Vergleichsportale wie verivox.de und toptarif.de oder Onlinemagazine wie areamobile.de. Nach welchen Kriterien Google Seiten ausschließt, habe der Konzern nicht mitgeteilt, so Teltarif-Sprecherin Rafaela Möhl.
6. Suchen Sie mehrgleisig
Wer sichergehen will, die relevantesten Seiten zu einem Suchbegriff zu finden, sollte auch Bing oder Yahoo nutzen. Deren Trefferlisten differieren, da Microsoft und Google jeweils eigene Suchalgorithmen anwenden. Einen direkten Treffervergleich liefert übrigens die Seite http://blindsearch.fejus.com. Eine gute Alternative ist auch Ixquick.
7. Suchen Sie international
Da Google anhand der IP-Adresse eines PC den Standort des Nutzers bestimmen kann, wird einem in Deutschland sofort google.de angeboten. Allerdings bekommt man hier teilweise andere Suchergebnisse angezeigt als auf google.com.au oder google.co.uk. Den Rückverweis auf die jeweilige Länderseite verhindert man, wenn man google.com/ncr eingibt. Das Kürzel steht für „No Country Redirect“.








