Politik
Mittwoch, 23. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Wegen der vielen Kirchenaustritte: Ethiksteuer für alle?
Berlin. Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, will mit einer Ethiksteuer die Austrittswelle aus der Kirche bremsen. „Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten“, sagte Blum der „Bild“-Zeitung.
Er schlage deshalb eine Ethiksteuer nach italienischem Vorbild vor mit einem Satz von sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer. Blum argumentierte: „Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch.“ Mit einer Steuer könne die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnet wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr mit einem deutlichen Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. Der Rückgang gegenüber 2008 werde bei acht bis neun Prozent liegen, sagte ein EKD-Sprecher. (ddp)
Er schlage deshalb eine Ethiksteuer nach italienischem Vorbild vor mit einem Satz von sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer. Blum argumentierte: „Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch.“ Mit einer Steuer könne die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnet wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr mit einem deutlichen Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. Der Rückgang gegenüber 2008 werde bei acht bis neun Prozent liegen, sagte ein EKD-Sprecher. (ddp)







