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Panorama
Samstag, 4. Februar 2012
(online-Redaktion)

Australier fürchten wochenlange Überschwemmungen nach Unwetter


Der Südosten Australiens steht unter Wasser. Es könnte Wochen dauern, bis die Wassermassen ins Meer abließen. Die Australier hoffen dennoch, vor einer Flutkatastrophe wie im vergangen Jahr verschont zu bleiben. Damals starben Dutzende Menschen in den Fluten.

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Dieses Grundstück in Südaustralien wurde vom Wasser eingeschlossen. Foto: dpa

Sydney. Australische Behörden befürchten eine neue Hochwasserkatastrophe. Schwere Überschwemmungen könnten den Südosten Australiens für mehrere Wochen unter Wasser setzen, hieß es am Samstag. Flüsse stiegen im Bundesstaat Queensland bis knapp unter ihre historischen Höchststände, die Wassermassen bewegten sich nur sehr langsam auf das Meer zu, berichteten australische Medien. Die riesigen Ebenen in der Region könnten wochenlang unter Wasser stehen.

Mehr als 17.000 Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht. Rettungskräfte brachten mehr als 1.000 Menschen in Schulen und anderen Notunterkünften unter. Die Bewohner der von der Außenwelt abgeschnittenen Siedlungen sollen ihre Häusern verlassen, rieten die Retter. Andernfalls könne die Armee nicht alle Eingeschlossenen aus der Luft versorgen.

In der Region werden Erinnerungen an das vergangene Jahr wach. Bei Überschwemmungen im Bundesstaat Queensland starben seinerzeit mindestens 30 Menschen. Tausende Häuser standen unter Wasser, landwirtschaftliche Flächen fielen den Fluten zum Opfer.

Schwache Hoffnung

In Charleville, einer 3.000-Einwohner-Stadt etwa 750 Kilometer westlich von Brisbane, blieb die Flut am Samstag nur wenige Zentimeter unter dem oberen Rand der Deiche. Die Einwohner schöpfen Hoffnung. „Der Damm hält und allen derzeitigen Voraussagen zufolge wird er das auch weiter tun, aber es gibt nur sehr wenig Spielraum für Fehler“, sagte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh. Für Charleville wäre es die dritte Überschwemmung in drei Jahren.

Nahe der Stadt Roma, etwa 510 Kilometer westlich von Brisbane, suchten Retter in Hubschraubern verzweifelt nach einer Frau, die vom Hochwasser eines Flusses weggerissen wurde. Ihr Kind konnte gerettet werden. Besonders dramatisch ist die Lage in der Stadt Moree in New South Wales. Dort waren 10.000 Einwohner weiter von der Umwelt abgeschnitten. Für die vom Baumwollanbau lebende Stadt sind es die schlimmsten Überschwemmungen sei 35 Jahren. (dpa)



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