Löbau
Dienstag, 7. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Öff Öff überwintert im Wald
Von Annett Weckebrod
Jürgen Wagner kommt zurück ins Skalatal bei Löbau und zeigt, wie er ohne Heizung in einem Hühnerstall überlebt.
Der „Waldmensch“ hat es sich im Februar 2012 gemütlich gemacht. Im „Winterschlaf-Modus“ sitzt er vor dem Laptop. Foto: Steffen Scholz
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Fast gemütlich sieht es aus in der Hütte von Öff Öff. Trotzdem, im „Revolutions-Hühnerstall“ des Waldmenschen sind es um die zwölf Grad unter Null. Kisten stapeln sich in dem kleinen Verschlag links und rechts bis zur Decke. Ein altes Holzbrett ist sein Schreibtisch. Mit dem Computer ist Öffi mit der Welt da draußen verbunden. In diesem Zustand, den er selbst „Winterschlaf-Modus“ nennt, verharrt Öffi. Den ganzen Tag. Lebt von ein paar eingelagerten Birnen und ein paar Trinkwasservorräten, die er mit in seine Hütte geschleppt hat. Die verlässt er in diesen Tagen nur selten.
Vor zwölf Uhr mittags ist Öffi im Skalatal bei der Gemauerten Mühle sowieso nicht zu sehen. Da schläft er nämlich noch. Den Wirt, Bernd Engelmann, der ihn vor rund sieben Jahren den ehemaligen Hühnerstall geschenkt hat, stört es nicht. „Öff Öff leistet einen wichtigen Beitrag zur Reproduktion unserer Gesellschaft“, sagt Engelmann und spielt damit auf die Gerüchte um die angeblichen Samenspendenan, die der „Waldmensch“ vor allem entäuschten einsamen Frauen, die ihn immer wieder aufsuchen sollen, angediehen haben soll.
Jürgen Wagner hingegen bestreitet eine solche Tätigkeit und versichert, er lebe jetzt in einer monogamen Beziehung mit seiner Frau aus Hessen. Dort hat er seit Oktober vergangenen Jahres gelebt und mit ihr so genannte „Licht- und Liebes-Seminare“ veranstaltet. Dass er nun zurück ist im Skalatal bei Löbau, hat einen Grund: Er möchte der Welt wieder einmal beweisen wie „einfach und unabhängig ein Mensch leben kann“, sagt Jürgen Wagner. Und so lässt er eben auch den kleinen Ofen im Hühnerstall aus. Die Lebenszeit, das Holz im angrenzenden Wald zu holen, sei ihm zu schade.
Die Wirtin der Gemauerten Mühle formuliert es etwas direkter: „Zum Holz holen ist er zu faul.“
Vor zwölf Uhr mittags ist Öffi im Skalatal bei der Gemauerten Mühle sowieso nicht zu sehen. Da schläft er nämlich noch. Den Wirt, Bernd Engelmann, der ihn vor rund sieben Jahren den ehemaligen Hühnerstall geschenkt hat, stört es nicht. „Öff Öff leistet einen wichtigen Beitrag zur Reproduktion unserer Gesellschaft“, sagt Engelmann und spielt damit auf die Gerüchte um die angeblichen Samenspendenan, die der „Waldmensch“ vor allem entäuschten einsamen Frauen, die ihn immer wieder aufsuchen sollen, angediehen haben soll.
Jürgen Wagner hingegen bestreitet eine solche Tätigkeit und versichert, er lebe jetzt in einer monogamen Beziehung mit seiner Frau aus Hessen. Dort hat er seit Oktober vergangenen Jahres gelebt und mit ihr so genannte „Licht- und Liebes-Seminare“ veranstaltet. Dass er nun zurück ist im Skalatal bei Löbau, hat einen Grund: Er möchte der Welt wieder einmal beweisen wie „einfach und unabhängig ein Mensch leben kann“, sagt Jürgen Wagner. Und so lässt er eben auch den kleinen Ofen im Hühnerstall aus. Die Lebenszeit, das Holz im angrenzenden Wald zu holen, sei ihm zu schade.
Die Wirtin der Gemauerten Mühle formuliert es etwas direkter: „Zum Holz holen ist er zu faul.“








