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Dresdner Land
Montag, 18. April 2011
(Sächsische Zeitung)

Etwa 700 starteten beim Treppenlauf


Am Wochenende starteten rund 700 Läufer beim 7. Radebeuler Spitzhaus-Treppenlauf. Mit dabei waren Vertreter der Radebeuler Gymnasien und Musiker aus dem Orchester der Landesbühnen. Der Lauf ist mittlerweile international bekannt. So kamen Teilnehmer aus den USA, Belgien, Luxemburg und der Schweiz.

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Der 7. Treppenmarathon vom 16. bis 17. April 2011 in Radebeul zählte diesmal 59 Teilnehmer in der Wertung „Alleingänger“. Foto: Thomas Kube

Der älteste Treppenläufer

Getreu dem Motto aus einem alten Udo-Jürgens-Schlager ging Gunter Lanzsch mit seinen 66 Jahren als ältester Alleingänger beim Treppenlauf an den Start. Der Dresdner hatte schon Erfahrungen bei vergangenen Wettkämpfen gesammelt. „Ich habe durch meinen Sportverein, den SSV Planeta Radebeul, generell eine Nähe zu dieser Veranstaltung“, so Lanzsch. Zweimal war er zusammen mit dem SSV Planeta in der Hunderterstaffel angetreten. Einmal startete er in der 3er Staffel. Im vergangenen Jahr lief Lanzsch dann zum ersten Mal allein – er schaffte damals 100 Runden.

Vorbereitet hat sich Lanzsch seit Anfang des Jahres auf den etwa 250 Stufen im eigenen Hausflur. Feste Trainingseinheiten habe er sich aber nicht auferlegt. „Ich gehe ab und zu mal joggen, generell fällt es mir leicht, mich zu bewegen“, sagte er vor dem Start am Sonnabend. Gunter Lanzsch lief in diesem Durchgang 88 Runden in 19 Stunden und zwölf Minuten. (nl)

Irene Murthy hatte den weitesten Weg

Den weitesten Weg hatte Irene Murthy schon vor dem Lauf hinter sich gebracht. Die 45-Jährige war mit ihrem Mann Mark Murthy aus San Jose in Californien/USA angereist – und ein sprechendes Beispiel für die zunehmende Internationalität der Veranstaltung. Beide starteten als Alleingänger. Sie waren zum ersten Mal in Deutschland zu Gast und bei einem Treppenlauf dabei.

„Wir haben im Internet davon erfahren“, erklärte Irene Murthy. Sie und ihr Ehemann nahmen vor allem aus Spaß an Marathon teil. Trainiert haben sie vorher aber dennoch. Ganz in der Nähe ihres Hauses in Californien gebe es eine Treppe mit 200 Stufen. Mit Erfolg. Murthy lief immerhin 43 Runden in 15 Stunden und 59 Minuten. Am Donnerstag in Deutschland gelandet, hat das Ehepaar im Anschluss an das Spektakel auf der Spitzhaustreppe eine zweiwöchige Rundreise durch Deutschland geplant. Von Radebeul aus geht es unter anderem nach München. (nl)

Die jüngste Starterin am Spitzhaus

Josefin Städter aus Dresden war die jüngste Teilnehmerin beim 7. Treppenlauf in Radebeul. Die 21-Jährige studiert Bauingenieurwesen an der Technischen Universität in Dresden. Sie war bereits 2009 als Staffelläuferin auf der Spitzhaustreppe von der Partie. „Das hat mich damals so fasziniert, dass ich es dieses Jahr alleine versuchen möchte“, so Städter. Am Sonnabend startete sie daher als eine von insgesamt sechs weiblichen Alleingängerinnen in Radebeul. „Vorbereitet habe ich mich vor allem mit Treppenlaufen, Radfahren und auch mental“, sagte sie unmittelbar nachdem die Startnummern verteilt wurden. Etwa zehn Stunden Sport pro Woche habe sie ihre Kondition trainiert.

Sie sei zum Spaß, jedoch nicht ohne Ehrgeiz nach Radebeul gekommen: „Mein Ziel ist es, ins Ziel zu kommen. Ich will mindestens die Hälfte schaffen“, nahm sich die Studentin vor. Schließlich erreichte sie ihr Ziel nach 40 Runden in acht Stunden und neun Minuten. (nl)

Der Sieger des Treppenmarathons

Marco Summermatter hat den 7. Sächsischen Mount Everest Treppen-Marathon gewonnen. Nach seinen einhundert Runden kam der 41-Jährige am Sonntagmorgen 06:56 Uhr nach 14 Stunden und 56 Minuten ins Ziel. Der Schweizer war auch im vergangenen Jahr schon Sieger des Radebeuler Treppenlaufes, konnte seine persönliche Bestzeit bei diesem Durchgang aber noch toppen. „Ich habe auch schon am Niesenlauf in der Schweiz teilgenommen, dort geht es 11.700 Treppen bergauf“, sagte er putzmunter am Sonntagmittag. Das Auf und Ab des Radebeuler Marathons sei aber für den Bewegungsapparat anstrengender. Summermatter betreibt schon seit 30 Jahren intensiv Laufsport und hat schon mehrfach an Ultramarathonläufen teilgenommen. Vorbereitet hat sich der Architekt mit einem intensiven Training. „Ich gehe etwa fünf Mal pro Woche laufen und mache zweimal in der Woche Krafttraining“, so der stolze Sieger. (nl)


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