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Dresden
Dienstag, 1. Februar 2011
(Sächsische Zeitung)

Robotron-Gelände wird Park-Stadt

Von Peter Hilbert

Alleen durch das Areal sollen die Altstadt mit dem Großen Garten verbinden. Morgen entscheidet der Bauausschuss über den Plan.

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So soll die grüne Verbindung durchs Robotron-Gelände zwischen dem Promenadenring um die Altstadt und der Herkulesallee im Großen Garten aussehen. Die Stadt hat jetzt einen Rahmenplan dafür vorgelegt, in dem die Ziele abgesteckt werden. Visualisierung: Stadtverwaltung

Das Robotron-Gelände in der Pirnaischen Vorstadt soll grüner werden. „Wir haben jetzt ein Rahmenkonzept entwickelt, wie wir uns die Entwicklung vorstellen“, sagt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). „Für uns ist wichtig zu wissen, wohin die Reise gehen soll.“ Dabei sollen direkte Allee-Verbindungen zwischen dem Großen Garten und dem geplanten Promenadenring um die Altstadt entstehen. Vorgesehen ist zudem , dass einige alte Robotron-Gebäude fallen und hinter den Häusern an der Grunaer Straße neue entstehen. Morgen entscheidet der Bauausschuss über den Rahmenplan.

Die Vorgeschichte: Ideen aus den 90er-Jahren geplatzt

Bei den Luftangriffen während des Zweiten Weltkriegs am 13./14. Februar 1945 wurde auch die Pirnaische Vorstadt zerstört. Das Hygienemuseum und das weniger beschädigte Arnhold-Bad wurden wieder aufgebaut. 1968 entstanden die fünf 15-Geschosser an der Grunaer Straße. Ein Jahr später begann der Bau des Robotron-Komplexes.

Zwar gab es nach der Wende von 1994 bis 1998 einen Ideenwettbewerb für das Gebiet zwischen St. Petersburger und Grunaer Straße, Lennéstraße sowie Bürgerwiese. Doch die wirtschaftlichen Prognosen für das Areal erwiesen sich als zu optimistisch. Außer dem Dorint-Hotel an der Grunaer Straße und dem Neubau der Sächsischen Aufbaubank und dem Arnhold-Hallenbad ist nichts Wesentliches entstanden. Bei einem Werkstattverfahren wurden 2008 erste Konzepte vorgelegt. Durchsetzen konnte sich das Büro Loidl mit dem Architekten Jörg Wessendorf mit dem Vorschlag eines Stadt-Park-Ensembles. Diese Fachleute haben auch den nun vorgelegten Rahmenplan erarbeitet.

Die Park-Pläne: Alleen mit Promenaden für Fußgänger

Aus dem Robotron-Gelände und der südlichen Pirnaischen Vorstadt soll die Lingner-Park-Stadt werden, erläuterte Christoph Mann vom Stadtplanungsamt kürzlich im Ortsbeirat Altstadt. Vorgesehen ist, dass Parkplätze verschwinden, unter anderem der am nördlichen Ende der Zinzendorfstraße. Zudem ist geplant den dort benachbarten ehemaligen Robotron-Speisesaal und andere Häuser, so das ehemalige Rechnerzentrum, abzureißen. Dafür müsste die Stadt das Grundstück aber erst erwerben, erläuterte Stadtplaner Mann. Diese Flächen könnten begrünt werden. So würde ein Park hinter dem Hygienemuseum bis zur Zinzendorfstraße entstehen.

Vor allem die Straßen in der Achse zwischen Innenstadt und Großem Garten sollen als Alleen ausgebaut werden, um damit eine direkte grüne Verbindung herzustellen. Als Beispiel führte Christoph Mann die Herkulesallee an. Somit gäbe es großzügige Promenaden für Fußgänger.

Die Bau-Pläne: Neue Häuser auf der Cocker-Wiese

Der Rahmenplan sieht vor, das Robotron-Bürozentrum Blüherpark und den benachbarten Parkplatz abzureißen. Dort könnten Wohnhäuser mit kleinen Läden und Gaststätten entstehen. An neue Wohn- und Geschäftshäuser ist auch hinter den Gebäuden an der Grunaer Straße gedacht, so auf der sogenannten Cockerwiese. Frühestens gebaut werden könnte in zwei bis drei Jahren. Wenn alles optimal abläuft, schränkt Mann ein. Nötig sei es, sich bei allen Schritten mit Eigentümern und Nutzern bestehender Gebäude abzustimmen. In die Debatte sollen auch die Dresdner Bürger einbezogen werden.



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