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Dresden
Donnerstag, 21. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)

AUF EIN WORT

Rechte und linke Gewalt verhindern


Denni Klein zum Gedenken der Opfer der Zerstörung Dresdens.

Am 13. Februar wird die Welt auf Dresden schauen. Es ist der 65. Jahrestag der Zerstörung der Stadt. Die Herausforderung wird sein, dass Bilder des friedlichen Gedenkens und nicht Bilder marschierender Nazis und gewalttätiger Autonomer um die Welt gehen.

Die unbelehrbaren Leugner der Geschichte rund um die NPD werden alles tun, um das dunkelste Ereignis Dresdens zu missbrauchen. Mit dem neuen Versammlungsgesetz muss Dresden versuchen, deren Marsch zu verbieten. Sollte das nicht gelingen, ist der Plan B, nur eine starre Kundgebung abseits des historischen Zentrums zu dulden, eine gute Alternative. Denn es wäre auch ein Erfolg, wenn die Rechten quasi unbeachtet ihre unerträglichen Parolen vortragen und von der Polizei anschließend wieder – ebenso von der Öffentlichkeit ignoriert – aus der Stadt geleitet werden.

Auch die gewaltbereiten Antifaschisten können an einem Ort ohne Protestzug durch die Straßen besser kontrolliert und Ausschreitungen verhindert werden.

Am Wichtigsten ist nun, dass sich alle Demokraten am friedlichen Gedenken beteiligen, nicht 10.000, sondern 100.000 Menschen sollten zur Menschenkette kommen und die weiße Rose als Symbol für Toleranz tragen. Dieses Bild sollte aus Dresden um die Welt gehen.



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