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Dresden
Donnerstag, 1. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)

Neues Wohnviertel an der Garnisonkirche

Stefan Rössel

Im zweiten Bauabschnitt der Oberen Neustadt entstehen 75 Wohnungen, die Hälfte als Stadthäuser.

Bildergalerie

An der Tannenstraße unterhalb der Garnisonkirche entsteht derzeit ein neuer Wohnkomplex - dazu gehören 14 Stadthäuser mit Garten. Visualisierung: Klett Architekten

Dresden-Neustadt. An der Tannenstraße unterhalb von Garnisonkirche, MDR-Funkhaus und Fachgerichtszentrum ist der zweite Bauabschnitt für ein Wohngebiet begonnen worden. Insgesamt 75 Wohnungen entstehen dort neu. 35 davon sind als Stadthäuser in unterschiedlichen Formen für jeweils eine Familie geplant. Zusammen mit dem östlich anschließenden ersten Bauabschnitt von 2008 mit insgesamt 42 Wohneinheiten entsteht damit ein komplett neues Stadtviertel. Dem wird nicht zuletzt dadurch Rechnung getragen, dass in der neuen Anlage auch Ladengeschäfte vorgesehen sind. Sie sind entlang der Hans-Oster-Straße im Erdgeschoss geplant. Bäckerei, Café und Zeitungsshop oder ähnliche Läden können dort einziehen.

Darüber werden elf Wohneinheiten jeweils als erstes bis drittes Obergeschoss errichtet. Eine weitere Gruppe von 14 Stadthäusern jeweils mit Garten soll in zwei Reihen im Norden und der Mitte der Anlage entstehen. Weitere Einheiten entstehen am Ostrand als sogenannte Stapelhäuser. Dort werden auf sechs Wohnungen im Erdgeschoss noch vier weitere Häuser aufgestapelt.

Im konventionellen Geschosswohnungsbau entstehen 40 weitere Einheiten. Sie sind als Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen geschnitten und zum Teil barrierefrei gehalten. Aus den Obergeschossen wird sich ein freier Blick über den Alaunpark und die Stadt bieten.

Der Reiz der Wohnanlage wird durch einen grünen Quartiersplatz in der Mitte verstärkt. Saniert und begrünt wird auch der Platz um den Brunnen am oberen Rand des Alaunparks. Von dort wird ein Grünzug nach Norden zwischen IKK und Gerichtszentrum hindurch zur Stauffenbergallee führen.

Das Gelände bleibt autofrei

Nur Fußwege führen oberirdisch zu den Häusern. Die gesamte Fläche von 12 000 Quadratmetern bleibt autofrei. Aber es wird eine Tiefgarage eingerichtet, die teilweise direkten Zugang in die Häuser erlaubt. Die Einfahrt erfolgt am nördlichen Rand von der Hans-Oster-Straße her.

In hohem Maß umweltfreundlich ist auch die Energieversorgung geregelt. Es wird Erdwärme eingesetzt. Zusammen mit einer energieschonenden Bauweise verspricht diese Technik langfristig niedrige Nebenkosten.

Bauträger ist die Projektgesellschaft Wohnen am Alaunpark des Entwicklers Manfred Kaiser. Der hatte schon den ersten Bauabschnitt errichten lassen. Kaiser ist auch Eigentümer der Garnisonkirche als dem markantesten Gebäude im nahen Umkreis.

Für die Stadt liegt die Entwicklung des Viertels ganz im gewünschten Trend. Es entsteht nahe dem Zentrum und braucht daher nur relativ geringe Leistungen zur Erschließung. Mit geringen Mitteln kann auch die Verkehrsanbindung optimiert werden: Die Verkehrsbetriebe richten eine zusätzliche Bushaltestelle an der Stauffenbergallee Höhe Kirche ein.

Weitere Informationen: www.obere-neustadt.de


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