Dresden
Mittwoch, 30. November 2011
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Mehr Flugzeuge, mehr Lärm
Von Sandro Rahrisch
Der Freistaat rechnet mit mehr Fliegern über Dresden und legt bis nächstes Jahr Lärmschutzbereiche fest.
Dresden muss sich auf mehr Fluglärm einstellen. Das geht aus einer Prognose des Freistaates für das Jahr 2020 hervor, die Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden soll. Derzeit werden die betroffenen Bereiche rund um den Flughafen in Lärmschutzzonen eingeteilt, sagt Falk Hofer vom Umweltministerium. Wer darin wohnt, soll Anspruch auf bauliche Schallschutzmaßnahmen haben – zum Beispiel Spezialfenster.
Den Vorsitzenden der Fluglärmkommissionen, die im November in Dresden tagten, geht das aber nicht weit genug. „Was ist, wenn es in der Realität viel lauter ist als zuvor berechnet?“, fragt die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft, Anja Wollert. Deshalb sollen die Prognosen zweimal jährlich mit den gemessenen Schallpegeln verglichen werden. Eine Ampel würde dann zeigen, ob die Prognosen ganz, teilweise oder gar nicht stimmen und die Lärmschutzbereiche neu festgelegt werden müssen.
Die Zonen könnten auch dann nicht stimmen, wenn Flugzeuge die vorgeschriebenen An- und Abflugrouten nicht einhalten. In Einzelfällen passiert das schon: Indem Piloten die übliche Strecke zeitiger verlassen, können sie schneller Kurs auf ihr Ziel nehmen und sparen Flugzeit. Der Flughafen überwacht den Lärm an fünf Punkten in Hellerau, Rähnitz, Weixdorf und Hermsdorf. Fest installierte Instrumente, die den Schallpegel außerhalb der Einflugschneise messen, gibt es aber nicht.
Das Umweltministerium sieht für eine halbjährliche Kontrolle keinen Bedarf. „Die berechneten Flugbewegungszahlen werden derzeit bei Weitem nicht erreicht“, sagt Falk Hofer. Außerdem gebe es regelmäßige Vergleiche zwischen Messungen und Prognosen.
Den Vorsitzenden der Fluglärmkommissionen, die im November in Dresden tagten, geht das aber nicht weit genug. „Was ist, wenn es in der Realität viel lauter ist als zuvor berechnet?“, fragt die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft, Anja Wollert. Deshalb sollen die Prognosen zweimal jährlich mit den gemessenen Schallpegeln verglichen werden. Eine Ampel würde dann zeigen, ob die Prognosen ganz, teilweise oder gar nicht stimmen und die Lärmschutzbereiche neu festgelegt werden müssen.
Die Zonen könnten auch dann nicht stimmen, wenn Flugzeuge die vorgeschriebenen An- und Abflugrouten nicht einhalten. In Einzelfällen passiert das schon: Indem Piloten die übliche Strecke zeitiger verlassen, können sie schneller Kurs auf ihr Ziel nehmen und sparen Flugzeit. Der Flughafen überwacht den Lärm an fünf Punkten in Hellerau, Rähnitz, Weixdorf und Hermsdorf. Fest installierte Instrumente, die den Schallpegel außerhalb der Einflugschneise messen, gibt es aber nicht.
Das Umweltministerium sieht für eine halbjährliche Kontrolle keinen Bedarf. „Die berechneten Flugbewegungszahlen werden derzeit bei Weitem nicht erreicht“, sagt Falk Hofer. Außerdem gebe es regelmäßige Vergleiche zwischen Messungen und Prognosen.







